Feuerwehr macht Schule an der BOS Spremberg
An der Berufsorientierenden Oberschule Spremberg/Grodk hat zum zweiten Mal in Folge ein Jahrgang das Wahlpflichtfach „Feuerwehr macht Schule“ erfolgreich abgeschlossen. Nach Angaben der Stadt Spremberg/Grodk absolvierten acht Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 10 die praktische Abschlussprüfung. Die Ergebnisse fielen demnach sehr gut aus: Die Jugendlichen erhielten die Noten 1 und 2. Die offizielle Urkundenübergabe ist für Donnerstag, 3. Juli 2026, geplant. Dann sollen die Nachweise „Truppmann Teil 1 und 2“ im Rahmen der feierlichen Zeugnisübergabe der 10. Klassen in der Aula der BOS überreicht werden. Mit diesem Abschluss verfügen die Jugendlichen laut Stadt über eine wichtige Grundausbildung im Feuerwehrbereich.
Bürgermeisterin Christine Herntier und ihr 1. Stellvertreter Frank Kulik beglückwünschten die Schülerinnen und Schüler nach Angaben der Stadt. Sie lobten das Durchhaltevermögen der Jugendlichen und gaben ihnen mit auf den Weg, möglichst auch künftig die Freiwillige Feuerwehr zu unterstützen. BOS-Rektor Roland Wolter nahm an der Abschlussprüfung als Beobachter und Prüfer teil.
Zwei Jahre Ausbildung in Theorie und Praxis
Die Zehntklässler beschäftigten sich über zwei Jahre hinweg mit praktischen und theoretischen Aufgaben der Feuerwehr. Begleitet und ausgebildet wurden sie laut Stadt durch Kreisausbilder des Landkreises Spree-Neiße. Diese sind zugleich Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Spremberg/Grodk. Unter der organisatorischen Leitung von Mathias Voigt, Koordinator des Landkreises Spree-Neiße, und Christian Balzer aus dem Sachbereich Notfallplanung eigneten sich die Jugendlichen Grundkenntnisse im Retten, Löschen, Bergen und Schützen an. Damit erhielten sie Einblicke in zentrale Aufgaben, die im Feuerwehrdienst eine wichtige Rolle spielen.
Nach Angaben der Stadt sind die Absolventinnen und Absolventen nun berechtigt, mit dieser Grundausbildung zur Truppmann beziehungsweise Truppfrau bei jeder Freiwilligen Feuerwehr am Einsatzdienst teilzunehmen. Damit kann das Wahlpflichtfach „Feuerwehr macht Schule“ nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch den Einstieg in das Ehrenamt erleichtern.
Spremberg sieht sich als Vorreiter im Land
Die Stadt Spremberg/Grodk und die Berufsorientierende Oberschule zählen nach eigenen Angaben brandenburgweit zu den Vorreitern bei der Umsetzung des Wahlpflichtfachs Feuerwehr. Bereits im vergangenen Jahr hatte ein Jahrgang das Projekt erfolgreich abgeschlossen. Auch der Kreisfeuerwehrverband Spree-Neiße beschreibt das Modell als wichtigen Beitrag zur Nachwuchsgewinnung im Brand- und Katastrophenschutz. Die Stadt bedankte sich in ihrer Mitteilung ausdrücklich bei den Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr Spremberg/Grodk, die die Schülerinnen und Schüler über die beiden Jahre ausgebildet und begleitet haben. Ein weiterer Dank ging an den Kreisfeuerwehrverband des Landkreises Spree-Neiße für die Unterstützung.
Das Projekt zeigt, wie Schule, Kommune, Landkreis und Feuerwehr bei der Berufsorientierung zusammenarbeiten können. Gleichzeitig eröffnet es Jugendlichen einen direkten Zugang zu Aufgaben, Verantwortung und Teamarbeit im Feuerwehrwesen. Für die Freiwilligen Feuerwehren in der Region kann das Angebot zudem helfen, junge Menschen frühzeitig für das Ehrenamt zu gewinnen.
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Red. / Presseinformation
Bild: Stadt Spremberg




