Bei einem erneuten Anschlag auf einen Fahrkartenautomaten in Cottbus ist es in der vergangenen Nacht zu einer lauten Detonation gekommen. Das geht aus Informationen von Blaulichtreport Lausitz hervor. Unbekannte versuchten kurz nach Mitternacht, das Gerät am Gelsenkircher Platz zu sprengen – ohne Erfolg. Verletzte gab es nach bisherigen Erkenntnissen nicht, es handelt sich bereits um den vierten Vorfall dieser Art innerhalb einer Woche.
Sprengung des Fahrkartenautomaten in Cottbus scheitert
Zeugen berichteten nach Angaben von Blaulichtreport Lausitz von einem lauten Knall kurz nach Mitternacht. Daraufhin rückte die Polizei mit zahlreichen Einsatzkräften am Gelsenkircher Platz im Cottbuser Stadtgebiet aus. Der dortige Automat von Cottbusverkehr hielt der Sprengung jedoch stand und wurde weder gesprengt noch zerstört. Mitarbeiter von Cottbusverkehr überprüften das Gerät noch in derselben Nacht vor Ort.
Den mutmaßlichen Tätern wurde zudem eine Schutzmaßnahme des Verkehrsunternehmens zum Verhängnis. Nach dem dritten Vorfall in der Serie hatte Cottbusverkehr sämtliche stationären Fahrscheinautomaten im Stadtgebiet geleert. Zahlreiche Standorte – darunter Ottilienstraße, Klinikum, Bonnaskenplatz, Stadtmuseum und Saarbrücker Straße – wurden vorübergehend außer Betrieb genommen. Der Automat am Gelsenkircher Platz war bereits versiegelt und enthielt keinerlei Bargeld.
Drei vorherige Anschläge in Cottbus binnen einer Woche
Die Serie hatte vor etwa einer Woche begonnen. In der Nacht zum 10. Mai sprengten Unbekannte einen Automaten am Sportzentrum in der Spremberger Vorstadt und erbeuteten dabei einen kleineren dreistelligen Bargeldbetrag. Zwei Tage später traf es einen weiteren Automaten in der Marienstraße. Diesmal blieb es ohne Beute, doch entstand ein Sachschaden von mehreren zehntausend Euro.
Den bislang folgenschwersten Anschlag verübten die mutmaßlichen Täter in der Nacht zum 13. Mai an der Haltestelle „Am Doll“ in der Sandower Hauptstraße. Der dortige Automat wurde durch die Wucht der Explosion vollständig zerstört. Teile des Geräts flogen bis auf die gegenüberliegende Straßenseite und schlugen die Scheibe einer Bankfiliale ein. Die Tatverdächtigen entwendeten in diesem Fall die Geldkassette. Den Schaden bezifferte die Polizei auf einen sechsstelligen Betrag – über alle drei Taten hinweg entstand somit ein Gesamtschaden von weit über 70.000 Euro.

Polizei prüft Tatzusammenhang in Cottbus
Mutmaßliche Täter konnte die Polizei bei den Anschlägen auf Fahrkartenautomaten in Cottbus bislang in keinem der vier Fälle feststellen. Die Kriminalpolizei ermittelt und prüft, ob zwischen den einzelnen Vorfällen ein Tatzusammenhang besteht.
Fahrkarten sind in Cottbus weiterhin in den Kundenzentren am Hauptbahnhof und in der Stadtpromenade erhältlich. Zudem stehen die mobilen Automaten in den Straßenbahnen, die VBB-App sowie bekannte Verkaufsstellen zur Verfügung.
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