In Cottbus-Neu-Schmellwitz plant REWE den Neubau eines Green Buildings an der Zuschka. Die REWE Neu-Schmellwitz Schließung dauert von August 2026 bis November 2027. Laut Stadtverwaltung sind mehrere Übergangslösungen geplant, darunter ein rollender Supermarkt.
REWE schließt Markt für rund 15 Monate
Die Stadt Cottbus ist nach eigenen Angaben darüber informiert worden, dass REWE den bestehenden Markt an der Zuschka voraussichtlich von August 2026 bis November 2027 schließen wird. In diesem Zeitraum soll der Neubau errichtet werden. Das geht aus einer Antwort der Stadtverwaltung vom 25. Februar 2026 hervor, die Bürgermeisterin Doreen Mohaupt auf eine Anfrage der AfD-Fraktion (AN-36/26) in der Stadtverordnetenversammlung verfasst hat.
Der Standort an der Zuschka erfüllt laut Stadtverwaltung eine zentrale Funktion für die Nahversorgung im Quartier und darüber hinaus. In Neu-Schmellwitz leben rund 4.000 Menschen. Die temporäre Schließung führe nach Einschätzung der Verwaltung zu einer Versorgungslücke, die insbesondere das unmittelbare Wohnumfeld betreffe. Gleichzeitig betont die Stadt, dass sie das Investitionsvorhaben ausdrücklich unterstütze – als wichtiges Signal für die langfristige Sicherung der Nahversorgung im Stadtteil.
Drei Übergangslösungen für die Bauzeit
Die REWE Neu-Schmellwitz Schließung soll durch drei koordinierte Maßnahmen abgefedert werden. Stadtteilmanagement, Bürgerverein, lokale Partner und REWE haben dazu Folgendes abgestimmt, wie aus der Antwort von Bürgermeisterin Mohaupt hervorgeht:
Bereits seit März 2026 soll ein rollender Supermarkt an sieben festen Standorten im Ortsteil regelmäßig Station machen. Das Sortiment umfasst laut Stadtverwaltung 2.000 Artikel und soll bedarfsorientiert angepasst werden. Ergänzend dazu wird eine strukturierte Nachbarschaftshilfe aufgebaut, die sich besonders an ältere und mobilitätseingeschränkte Menschen richtet. Sie soll beim Einkaufen sowie bei der Nutzung von Online-Bestellmöglichkeiten unterstützen – Anlaufstelle ist der Stadtteilladen in der Zuschka. Als drittes Element hat REWE nach Angaben der Stadt zugesagt, den Lieferradius des bestehenden Marktes in der Lausitzer Straße während der Bauphase zu erweitern. Weitere Lieferdienste wie Picnic sind laut Stadtverwaltung ebenfalls in Cottbus aktiv.
Behelfslösung vor Ort?
Die Stadtverwaltung hatte dem Vorhabenträger REWE nach eigenen Angaben dringend empfohlen, zusätzlich entweder einen Interimsbetrieb auf einer benachbarten Fläche oder eine sogenannte Nahkaufbox – eine Containerlösung direkt vor Ort – einzurichten. Aus Verwaltungssicht geeignete Flächen seien vorgeschlagen und mit den Eigentümern aus der Wohnungswirtschaft vorabgestimmt worden. REWE habe beide Optionen jedoch nicht gezogen. Der aktuelle Stand sehe keine dieser Lösungen vor, hält die Stadtverwaltung in dem Schreiben fest.
Damit fehlt während der Bauphase eine wohnortnahe stationäre Einkaufsmöglichkeit direkt im Kernbereich von Neu-Schmellwitz. Der nächste Markt liegt rund 1,1 Kilometer entfernt: An der Gerhart-Hauptmann-Straße 15 ist das TKC mit dem E-Center in Schmellwitz. Kaufland im Cottbus Center (Sielower Chaussee 38) sowie ein Aldi Nord in der Limberger Straße 1 oder Netto (Nordparkstraße) liegen jeweils rund 1,8 Kilometer entfernt.
REWE Green Building öffnet Ende 2027
Ist der Neubau abgeschlossen, soll an der Zuschka ein REWE Green Building mit rund 2.000 Quadratmetern Verkaufsfläche entstehen. Laut REWE Ost verbraucht ein solches Gebäude durch den Einsatz moderner Heizungs-, Lüftungs- und Beleuchtungstechnik, energieeffizienter Kälteanlagen sowie hochwertiger Dämmung und Tageslichtarchitektur rund 50 Prozent weniger Energie als ein Standardmarkt. Geplant sind zudem eine Frischetheke, ein Abholservice sowie Self-Checkout-Kassen und die sogenannte „Scan&Go“-Technologie, bei der Kundinnen und Kunden Artikel direkt per Smartphone erfassen und bezahlen können.
Den Bauantrag hat REWE laut Unternehmensangaben bereits eingereicht. Die Baugenehmigung soll nach derzeitiger Planung noch im Frühjahr 2026 erteilt werden. Die Eröffnung des neuen Marktes ist für Ende 2027 vorgesehen. Ob der Zeitplan zu halten ist, hängt vom weiteren Verlauf des Genehmigungsverfahrens ab.
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