Die neue Rettungswache Lauchhammer-Ost hat pünktlich zum 1. Juli ihren Betrieb aufgenommen. Wie der Landkreis Oberspreewald-Lausitz mitteilte, wurde der Umzug aus der bisherigen Wache in der Friedensstraße parallel zum laufenden Einsatzdienst abgeschlossen. Der Neubau in der Lindenstraße 5 kostete rund 9,2 Millionen Euro und soll Rettungsdienst sowie Katastrophenschutz moderne Arbeitsbedingungen bieten.
Neue Rettungswache Lauchhammer startet Betrieb
Die neue Rettungswache Lauchhammer-Ost ist mit dem heutigen 1. Juli offiziell in Betrieb. OSL-Landrat Alexander Erbert, der Erste Beigeordnete Robert Weidner und Tom Lehnert, Geschäftsführer der Rettungsdienst Niederlausitz gGmbH, nahmen den ersten Betriebstag zum Anlass für einen Besuch vor Ort.
Bei dem Rundgang informierten sie sich über die bezogenen Räume und den in den vergangenen Tagen abgeschlossenen Umzug. Wachleiterin Kathrin Feike, ihre Stellvertreterin Daniela Scholz und das Team erhielten zum Start Kaffee, Pfannkuchen und Spritzringe als kleine Aufmerksamkeit.
Auch Steffen Maibaum von der Katastrophenschutz-Schnelleinsatzeinheit Sanität begleitete den Besuch. Später gratulierten zudem Mitarbeitende des Sachgebietes Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz sowie Zivilschutz des Landkreises OSL unter Leitung von Claudia Noack.

Umzug lief parallel zum Rettungsdienst weiter
Hinter dem Team lagen nach Angaben des Landkreises arbeitsreiche Tage. Während der Rettungsdienst weiterlief, musste die bisherige Wache in der Friedensstraße in das neue Gebäude in der Lindenstraße 5 umziehen.
Bereits in den vergangenen Tagen und Wochen hatten Mitarbeitende Material und Ausstattung an den neuen Standort gebracht. Am 30. Juni folgte die entscheidende Umzugsphase. Dabei wechselten unter anderem Leitstellen- und Informationstechnik, Einsatzfahrzeuge sowie Arbeitsplätze an den neuen Standort.
Gleichzeitig erfolgten laut Landkreis die Abmeldung des bisherigen Standortes und die Anmeldung der neuen Rettungswache. Dieser Schritt war wichtig, damit Alarmierung und Einsatzbetrieb ohne Unterbrechung weiterlaufen konnten.
Dass der Übergang funktionierte, zeigte sich schnell: Bereits am Dienstagabend, 30. Juni, rückte um 18:30 Uhr der erste Einsatz aus der neuen Fahrzeughalle aus. Seitdem absolvierte das Team bereits mehrere Einsätze vom neuen Standort.
9,2 Millionen Euro für moderne Infrastruktur
Die bisherige Rettungswache war seit 1982 in Betrieb. Laut Landkreis entsprach sie schon seit längerer Zeit nicht mehr den heutigen Anforderungen an einen modernen Rettungsdienst. Nach einer Standortanalyse hatte der Kreistag bereits 2019 den Grundsatzbeschluss für den Neubau am heutigen Standort gefasst.
Mit rund 9,2 Millionen Euro Gesamtinvestition will der Landkreis Oberspreewald-Lausitz eine zukunftsfähige Infrastruktur geschaffen haben. Unter einem Dach befinden sich künftig die Rettungswache der Rettungsdienst Niederlausitz gGmbH und die Schnelleinsatzeinheit Sanität des DRK-Kreisverbandes Lausitz e. V.
Zum Neubau gehören eine Fahrzeughalle für den Rettungsdienst mit sechs Stellplätzen, eine separate Waschhalle, moderne Aufenthalts-, Ruhe- und Diensträume, ein Notarztraum, Umkleide- und Sanitärräume, Lagerflächen sowie technische Betriebsräume. Insgesamt bietet der Standort Platz für bis zu 45 Mitarbeitende im Schichtdienst.
Rettungsdienst und Katastrophenschutz unter Dach
Die Rettungswache Lauchhammer ist nach Angaben des Landkreises die zweitgrößte Rettungswache im Landkreis Oberspreewald-Lausitz und zugleich eine von drei Lehrrettungswachen. Derzeit arbeiten dort 40 Mitarbeitende, darunter fünf Auszubildende. Außerdem arbeitet das Team eng mit dem Standort Jannowitz zusammen.
Jährlich kommen die Einsatzkräfte auf rund 4.530 Einsätze. Zum Fuhrpark gehören ein Notarzteinsatzfahrzeug, zwei Rettungswagen, ein Reserve-Rettungswagen sowie ein Krankentransportwagen einschließlich Reservefahrzeug. Die Fahrzeuge verfügen laut Landkreis über moderne Medizintechnik, digitale Einsatzunterstützung und zeitgemäße Ausstattung.
Wachleiterin Kathrin Feike sagte laut Pressemitteilung: „Mit der neuen Rettungswache verbessern sich unsere Arbeitsbedingungen in vielerlei Hinsicht. Die funktional geplanten Räumlichkeiten, kurze Wege sowie die moderne Ausstattung erleichtern unseren Arbeitsalltag spürbar. Besonders freuen wir uns über das neue Lehrkabinett für die Ausbildung, moderne Fahrzeuggaragen mit direktem Anschluss an die Umkleide- und Lagerräume sowie den Waschplatz, moderne Aufenthaltsräume, PC-Arbeitsplätze als auch die enge Nachbarschaft zur Schnelleinsatzeinheit Sanität.“
Eine besondere Stärke des Neubaus sieht der Landkreis in der engen Verbindung von Rettungsdienst und Katastrophenschutz. Die für den südlichen Landkreis zuständige SEE Sanität des DRK-Kreisverbandes Lausitz e. V. soll in den kommenden Wochen in den Gebäudekomplex einziehen. Dafür stehen unter anderem eigene Aufenthalts-, Umkleide- und Sanitärräume, Lagerflächen sowie eine separate Fahrzeughalle mit sechs Stellplätzen bereit.
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Red. / Presseinformation




