Am Flughafen Berlin-Brandenburg beginnt heute die zweite Tarifverhandlungsrunde für rund 2.000 Beschäftigte. Die Gewerkschaft ver.di fordert unter anderem höhere Vergütungen, Verbesserungen für Auszubildende sowie einen zusätzlichen freien Tag für Mitglieder. Die erste Verhandlungsrunde im Februar blieb ohne Ergebnis.
Zweite Tarifrunde am Flughafen BER gestartet
Am Flughafen Berlin-Brandenburg (BER) läuft heute die zweite Verhandlungsrunde in den Tarifgesprächen für rund 2.000 Beschäftigte. Wie die Gewerkschaft ver.di in einer Pressemitteilung mitteilte, fordert sie eine Erhöhung der Vergütung im Umfang von sechs Prozent, mindestens jedoch 250 Euro je Entgeltgruppe oder Stufe. Auch die Ausbildungsvergütungen sollen nach Vorstellungen der Gewerkschaft entsprechend steigen. Für Auszubildende fordert ver.di eine Erhöhung um mindestens 125 Euro. Zudem soll der neue Tarifvertrag eine Laufzeit von zwölf Monaten erhalten. Darüber hinaus verlangt die Gewerkschaft einen zusätzlichen bezahlten freien Tag für Mitglieder von ver.di.
Erste Verhandlungsrunde blieb ohne Angebot
Nach Angaben der Gewerkschaft hatte die Arbeitgeberseite in der ersten Tarifrunde am 10. Februar 2026 die Forderungen der ver.di-Tarifkommission als zu hoch zurückgewiesen. Ein eigenes Angebot sei dabei nicht vorgelegt worden. Aus Sicht der Arbeitgeber bestehe derzeit kein Bedarf für Reallohnerhöhungen. Darüber hinaus habe die Arbeitgeberseite den Tarifvertrag zur Ausbildung gekündigt. Laut ver.di möchte sie künftig auch keine tarifliche Regelung mehr zur Übernahme von Auszubildenden sowie zur Mindestanzahl von Ausbildungsplätzen abschließen. Damit werde eine seit rund 25 Jahren bestehende Tarifregelung infrage gestellt. Die Gewerkschaft fordert deshalb die Wiederinkraftsetzung des Ausbildungs-Tarifvertrages.
Gewerkschaft erwartet konstruktive Gespräche
Der ver.di-Verhandlungsführer für den Flughafen BER, Holger Rößler, erklärte laut der Gewerkschaft, dass die bisherigen Gespräche aus Sicht der Arbeitnehmerseite wenig Fortschritte gebracht hätten. „Bisher haben wir von der Arbeitgeberseite nur gehört, was nicht geht und wo sie sogar Beschäftigtenrechte einschränken will“, so Rößler.
Für die heute beginnende zweite Verhandlungsrunde erwartet ver.di nach eigenen Angaben konstruktivere Gespräche im Sinne der Beschäftigten. Hintergrund seien unter anderem die gestiegenen Lebenshaltungskosten der vergangenen Jahre. Sollte es erneut keine Annäherung geben, könnten die Gespräche nach Einschätzung der Gewerkschaft schwierig werden.
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Red. / Presseinformation







