Die Welt verändert sich rasant – und auch die heutigen Dessous unterscheiden sich teilweise deutlich von früheren Modellen. Was einst vor allem funktional sein sollte, entwickelt sich zunehmend zu einem Ausdruck von Persönlichkeit, Wohlbefinden und bewusstem Konsum. Im Jahr 2026 verschmelzen dabei mehrere Strömungen: Der Wunsch nach Komfort trifft auf nachhaltige Materialien, gleichzeitig spielen Inklusivität und Farbpsychologie eine immer wichtigere Rolle. Die Dessous-Branche reagiert auf diese Entwicklungen mit innovativen Designs und einem erweiterten Größenspektrum, das den unterschiedlichsten Körperformen gerecht wird.
Komfort und Funktionalität haben oberste Priorität
Der sich bereits zuvor abzeichnende Trend zu bequemer Unterwäsche setzt sich 2026 konsequent fort. Nahtlose Schnitte, bügellose BHs und weiche Materialien dominieren die Kollektionen führender Hersteller. Rund 70 Prozent der Konsumentinnen nennen den Tragekomfort mittlerweile als das wichtigste Kaufkriterium – noch vor Design und Preis. Diese Entwicklung spiegelt einen gesellschaftlichen Wandel wider, bei dem das eigene Wohlbefinden in den Vordergrund rückt.
Gleichzeitig gewinnen technische Innovationen an Bedeutung:
- Temperaturregulierender Stoff sorgt für optimales Körperklima,
- atmungsaktive Mikrofasern besitzen antibakteriellen Eigenschaften und
- ergonomische Schnitte bieten über viele Stunden einen erstklassigen Tragekomfort.
Nachhaltigkeit und bewusster Konsum sind auch bei Dessous relevanter als in der Vergangenheit
Doch neben dem Komfort kommt auch einem weiteren Kriterium wachsende Bedeutung zu: Etwa 40 Prozent der Käuferinnen achten inzwischen gezielt auf umweltfreundliche Materialien wie Bio-Baumwolle, Bambusfasern oder recycelte Textilien. Und dieser Trend beschränkt sich keineswegs nur auf Nischenanbieter: Auch etablierte Marken erweitern ihre Sortimente um Eco-Kollektionen.
Wer hochwertige Dessous sucht, findet heute ein breites Angebot, das sowohl ästhetische Ansprüche als auch ökologische Verantwortung vereint. Der Online-Handel spielt dabei eine zentrale Rolle: Mit einem Marktanteil von rund 35 Prozent in Deutschland ermöglicht er den unkomplizierten Zugang zu spezialisierten Anbietern und nachhaltigen Alternativen. Und auch dies ist ein Trend: Virtuelle Anproben und eine KI-gestützte Größenberatung reduzieren die Retourenquote schon heute in erheblichem Umfang.
Farbe darf auch gerne ins Spiel kommen
Während Schwarz und Weiß nach wie vor zu den klassischen Kolorationen für Unterwäsche gehören, rücken zunehmend auch kräftige Farbtöne in den Fokus. Besonders Rot entfaltet eine bemerkenswerte Wirkung auf die menschliche Wahrnehmung, denn Studien zur Farbpsychologie zeigen, dass wir Menschen uns an rote Objekte besser erinnern können als an solche in anderen Farben.
Menschen erinnern sich also nicht nur an das Objekt selbst, sondern auch an dessen Farbton. In der Dessous-Branche weiß man dies natürlich zu nutzen, zumal man Rot mit Leidenschaft, Selbstbewusstsein und Attraktivität assoziiert. Das spiegelt sich auch wider, wenn man einen Blick in die moderne Wäscheschublade von 2026 wirft. Dort entdeckt man
- Klassiker in Schwarz, Weiß sowie Nude in verschiedenen Hauttönen,
- Trendfarben von dunklem Rot über sattes Burgund bis zu warmen Beerentönen sowie
- Alltags-Unterwäsche in Pastelltönen wie Rosé und Lavendel.
Und wie viel regionaler Einfluss findet sich in Dessous und anderer Kleidung? Dazu bietet das kürzlich modernisierte Textil-Industriemuseum in Forst spannende Einblicke in die Entwicklung der Stoffherstellung. Nicht zuletzt dadurch, dass es präsentiert, wie sich Materialien und Verarbeitungstechniken über die Jahrzehnte verändert haben.
Kurz gesagt: Individualität und Qualitätsbewusstsein stehen auch bei Dessous im Mittelpunkt
Die Dessous-Trends 2026 vereinen scheinbare Gegensätze: Komfort und Ästhetik, Nachhaltigkeit und Innovation, Klassik und Farbenfreude. Doch nicht zuletzt dank moderner Materialien und cleverer Schnitte müssen sich diese Faktoren keineswegs widersprechen – und die Unterwäsche wird so individuell wie der eigene Lebensstil.







