Mehrere Betriebe und Initiativen aus der Niederlausitz und dem südlichen Brandenburg gehören zu den Preisträgern des pro agro-Marketingpreises 2026, der im Rahmen der Grünen Woche in Berlin vergeben wurde. Ausgezeichnet wurden Akteure aus Wahrenbrück, Cottbus, Drehnow, Golßen, Doberlug-Kirchhain und Großräschen. Die Bandbreite der prämierten Produkte reicht vom Niederlausitzer Apfelstollen aus Wahrenbrück über innovativen Baumkuchen aus Cottbus bis hin zu regionalen Gemeinschaftsprodukten aus dem Spreewald und dem Lausitzer Seenland. Die Jury würdigte dabei insbesondere regionale Wertschöpfung, handwerkliche Qualität, Kooperationen sowie schlüssige Marketingkonzepte. Der Wettbewerb gilt als wichtige Plattform zur Sichtbarmachung regionaler Produkte und touristischer Angebote.
Niederlausitzer Apfelstollen, Cottbuser Baumkuchen und Drehnower Käse
In der Kategorie Direktvermarktung belegte der „Niederlausitzer Apfelstollen – typisch Brandenburg“ aus Wahrenbrück den ersten Platz. Das Produkt setzt konsequent auf regionale Rohstoffe und handwerkliche Herstellung. Verarbeitet werden unter anderem Brandenburger Äpfel aus eigener Ernte, Sauerteig aus Rotweizen sowie Roggen aus regionalem Anbau. Erstmals öffentlich vorgestellt wurde der Apfelstollen 2025 beim Brandenburger Brotmarkt im Pomologischen Garten Döllingen. Laut Jury überzeugten insbesondere die Vielzahl regionaler Zutaten, die eingegangenen Partnerschaften sowie Geschmack und Marketingkonzept. Hinter dem Produkt steht die Bäckerei Dorn. (Ausführlicher Artikel)
Der zweite Platz in der Direktvermarktung ging nach Cottbus. Mit dem veganen Baumkuchen „Waldkuchen“ präsentierte die Groch & Erben GmbH nach Angaben der Jury eine handwerkliche Premiere. Der Baumkuchen wird traditionell auf der Walze gebacken, verzichtet jedoch vollständig auf Ei und Butter. Das vegane Sortiment umfasst verschiedene Varianten ohne Konservierungsstoffe. Hervorgehoben wurden das ganzheitliche Marketingkonzept eines vergleichsweise kleinen Unternehmens sowie Geschmack und Sortenvielfalt. (Ausführlicher Artikel)
Der dritte Platz in der Direktvermarktung ging an den Spreewälder „Gurkenkäse“ aus Drehnow. Das Produkt verbindet hofeigene Milchverarbeitung mit einer regionaltypischen Zutat, den Spreewälder Gewürzgurken. Grundlage sind Milchprodukte aus ökologischer Haltung von Tiroler Grauvieh. Nach Einschätzung der Jury überzeugten insbesondere die regionale Kooperation, das Marketingkonzept sowie der Geschmack. Verantwortlich ist die Drehnower Hofkäserei UG.
„LassWissen“ in der Niederlausitzer Heidelandschaft
In der Kategorie Land- und Naturtourismus erreichte der Forschungspfad „LassWissen“ den dritten Platz. Das Projekt mit Sitz in Doberlug-Kirchhain verbindet seit 2024 Naturerlebnis, Bildung und Bürgerforschung entlang einer Fahrradrundtour zwischen dem Schloss Doberlug und dem Naturparkhaus Bad Liebenwerda. Thematischer Schwerpunkt ist das Verschwinden des Wassers infolge der nachbergbaulichen Landschaftsentwicklung. Besucherinnen und Besucher können aktiv Daten erheben, die in wissenschaftliche Auswertungen einfließen. Die Jury würdigte das innovative Zusammenspiel aus nachhaltigem Tourismus, Wissensvermittlung und Familienfreundlichkeit. Träger ist der Förderverein Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft e. V.. (Ausführlicher Artikel)
Regionale Kooperation bringt „Sülze in Weinaspik“
Ein weiterer regionaler Preisträger ist die „Sülze in Weinaspik“, die mit dem EDEKA-Regionalpreis ausgezeichnet wurde. Das Gemeinschaftsprodukt verbindet Golßener Sülze mit Solaris-Wein vom Großräschener See. Entstanden ist die Kooperation im Rahmen gemeinsamer Auftritte auf den Grünen Wochen 2024 und 2025. Die Jury bewertete die Kombination zweier regionaler Erzeuger, den Geschmack sowie die Marktchancen als besonders überzeugend. Beteiligt sind die Golßener und mago Vertriebs oHG und der Weinbau Dr. Wobar. (Ausführlicher Artikel)
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