Diskussion zur Stadtentwicklung 2030 mit Stadtverordneten / Stadtforum am 18. Januar 2016
Die Stadt Guben stellt sich die Zukunftsfrage: „Wie wollen wir Guben fit für die Zukunft machen?“ Um über eine gemeinsame Strategie Guben 2030 zu diskutieren, sind am 9. Dezember 2015 Stadtverordnete, sachkundige Einwohner und Rathausmitarbeiter mit Vertretern aus der regionalen Wirtschaft und dem Gewerbe in der „Alten Färberei“ zu einer Klausursitzung zusammengekommen. Erklärtes Ziel ist es, die Prioritäten für die Fortschreibung des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (INSEK) abzustecken. „Wir müssen den Haushalt zwar weiterhin konsolidieren, aber unsere Stadt dabei auch als lebens- und liebenswerten Ort erhalten“, sagt Gubens amtierender Bürgermeister zum Auftakt der Veranstaltung. Eine Fortschreibung des INSEK als Fahrplan der Stadtentwicklungspolitik für die kommenden 15 Jahre sei nicht nur als Grundlage des kommunalen Verwaltungshandelns wichtig, sondern werde auch vom Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg und dem Landesamt für Bauen und Verkehr in Cottbus erwartet, betonte er.
Im Fokus der künftigen Strategie stehen dabei Risiken wie der Fachkräftemangel oder Bevölkerungsrückgang – laut Prognose hat Guben 2035 noch knapp 14.000 Einwohner. Aber auch Chancen wie der Ausbau des Bahnhofs zur grenzübergreifenden Mobilitätsdrehscheibe oder die Stärkung der Neißestadt als Versorgungsschwerpunkt für die ländliche Region. „Guben ist eine Stadt, die den Aufbruch geschafft hat, und sich zunehmend als regionaler Wirtschaftsstandort verankert hat“, erklärt Dörthe Matheus von der Ernst Basler + Partner GmbH. Das Planungs- und Beratungsbüro mit Sitz in Potsdam hatte bereits 2007 im Auftrag der Stadt Guben ein Stadtentwicklungskonzept Guben 2020 vorgelegt. Die Strategie ist mittlerweile in die Jahre gekommen – momentan wird mit Hochdruck am neuen INSEK 2030 gearbeitet. Im Herbst 2016 kann frühestens mit einer Verabschiedung im Stadtparlament gerechnet werden, hieß es. Dafür werden nun die Weichen gestellt.
Auf der Klausursitzung haben die etwa 60 Teilnehmer dazu in mehreren Fachgruppen Antworten auf fünf Kernfragen gesucht: Wie machen wir Guben zu einem Zuhause? Wie wollen wir gemeinsam in Guben leben? Wie stärken wir unsere wirtschaftliche Basis? Was können und wollen wir uns leisten? Und: Wie werden wir eine starke Region?
Die dazu gesammelten Antworten, Bedenken, Ideen oder visionären Denkansätze berührten sämtliche Bereiche des öffentlichen Lebens. Die Palette reichte von der deutsch-polnischen Spracherziehung in Kitas über die Verbesserung des ÖPNV bis hin zur Pflege des Mittelstandes, Nachwuchsgewinnung oder Vernetzung des Industriegebiets mit Hochschulen.
„Meine kurze Zusammenfassung in drei Worten: Guben ist schön“, erklärt Stadtplanerin Katrin Heinz vom Büro Ernst Basler + Partner. Es müsse allerdings gelingen, dieses Bild stärker über die regionalen Grenzen hinaus zu transportieren und die vorhandenen Potentiale trotz besagter Risiken auszuschöpfen. Die gesammelten Vorschläge werden sollen nun mit ins INSEK-Konzept einfließen.
Die Diskussion dazu geht am 18. Januar 2016 gemeinsam mit den Gubener Einwohnern weiter: „Zusammen mit der Mehrheit der Bürgerschaft wollen wir auf einem Stadtforum die wichtigsten Herausforderungen für die kommenden Jahre besprechen und festlegen, um sie in der Folge konsequent anzugehen“, appelliert Rathauschef Mahro. Die Gubener sind aufgerufen, sich vor dem Hintergrund der aktuellen Bevölkerungsprognose, der Verwaltungsstrukturreform, dem angespannten Haushalt oder der Zuwanderung, Gedanken über die Zukunft ihrer Stadt zu machen. Zwischen 18 und 20 Uhr sollen in der Alten Färberei Vorschläge der Bürgerinnen und Bürger diskutiert und Projekte für eine gemeinsame Zukunftsgestaltung der Stadt abgesteckt werden. Die Stadt Guben lädt herzlich zum Stadtforum ein und freut sich über viele Ideen und engagierte Diskussionen:
Stadtforum am Montag, 18. Januar 2016, von 18 bis 20 Uhr Alte Färberei an der Gubener Gasstraße.
Rückfragen dazu können an Projektleiterin Carola Huhold, Fachbereichsleiterin für Stadtentwicklung im Rathaus, unter (03561) 6871 1600 oder [email protected] gerichtet werden.
Quelle & Fotos: Stadt Guben