Spree-Neiße Dienstag, 20 November 2018 von Redaktion

Grüne Spree-Neiße mit neuem Vorstand. Kritik am Schulneubau in Kolkwitz

Grüne Spree-Neiße mit neuem Vorstand. Kritik am Schulneubau in Kolkwitz

Die Grünen Spree-Neiße haben einen neuen Vorstand. Robert Schichor (31) aus Forst/Lausitz wird die Kreisgrünen in das kommende Superwahljahr führen. Komplettiert wird der neue Vorstand mit dem Schatzmeister Werner Fuchs (Guben) sowie den Beisitzerinnen Karin Noack (Welzow), Yvonne Dubian (Proschim) und Heide Schinowsky (Jänschwalde). Im kommenden Jahr stehen Wahlen auf Kommunal- und Europaebene im Frühjahr und im Herbst die Landtagswahl an.

„Wir sind hoch motiviert“ sagte der neue Kreissprecher Schichor. „Im Gegensatz zu den vermeintlich einfachen Lösungen von Populisten stehen wir für eine weltoffene, sozialere und humanitäre Gesellschaft und fest zum Thema Klimaschutz“. Innerparteilich wollen die Kreisgrünen auf demokratische Mitbestimmung setzen. „Man muss den Menschen zuhören und sich ihrer Sorgen und Nöte annehmen. Das Miteinander muss wieder mehr in den Mittelpunkt rücken." Zu den bevorstehenden Wahlen erklärt Schichor: „Mit einer Urwahl des Spitzenduos für die kommende Landtagswahl unterstreichen wir unseren basisdemokratischen Ansatz. Wir sind eine Mitmachpartei!“, sagt der 31-Jährige. Wir möchten die Menschen in der Region ermutigen, sich für eine gerechtere und sozialere Gesellschaft einzusetzen, sich für das Gemeinwohl zu engagieren und bieten ihnen eine politische Plattform, auf der Ideen, Projekte und auch Visionen den nötigen Rückenwind bekommen.

Der im Südwesten des Landkreises geplante Neubau für eine weiterführende Schule mit gymnasialer Oberstufe in Kolkwitz, erregt weiterhin die Gemüter: „Wenn wir unsere Kinder zukünftig anstatt von Großräschen nach Kolkwitz schicken müssen, stellt das eine weitere Verschlechterung der schon heute unhaltbaren Situation dar", kritisiert Karin Noack aus Welzow. „Gesundes Lebensumfeld heißt für mich auch, dass Kinder keine drei Stunden am Tag von Schule zum Wohnort pendeln müssen. Da bleibt kaum noch Zeit für Familie, Vereine und Freizeit“, sagt die Proschimerin Yvonne Dubian. „Da muss man sich auch nicht wundern, wenn Kommunen überaltern und die Jugend die Heimat verlässt. Wenn sie seit frühester Jugend sozusagen aus dem Ort gedrängt werden, findet dann auch keine Bindung zum Heimatort statt," ergänzt Noack.

Auch die Nahversorgung in den ländlichen Regionen des Kreises treibt die Kreisgrünen um: „Noch in den 90er Jahren gab es in vielen Dörfern Dorfkonsum, Bäcker oder Fleischer. Die sind inzwischen fast komplett verschwunden,“, berichtet Heide Schinowsky aus Jänschwalde: „Wir müssen gegensteuern, damit der der Dorfladen nicht vollkommen aus dem ländlichen Raum verschwindet. Fördergelder gibt es genug, aber es braucht auch Konzepte, wie solche Läden gestärkt oder auch wieder aufgebaut werden können“, sagt Schinowsky.

pm/red

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