Niederlausitz Donnerstag, 11 Juni 2020 von Redaktion

Anhaltende Tockenheit: Cottbus untersagt Wasserentnahme

Anhaltende Tockenheit: Cottbus untersagt Wasserentnahme

Die Entnahme von Wasser aus Seen, Flüssen, Bächen und ähnlichen, so genannten Oberflächengewässern, wird im Stadtgebiet Cottbus ab dem 21.06.2020 untersagt. Eine entsprechende Allgemeinverfügung ist vorbereitet und wird am 20.06.2020 im Amtsblatt der Stadt veröffentlicht. Sie betrifft die Wasserentnahmen mittels Pumpen aus Oberflächengewässern im Stadtgebiet.

Lang anhaltende Trockenheit

Aufgrund der lang anhaltenden Trockenheit in den vergangenen zwei Jahren und den bisher nicht genügenden Niederschlägen konnte keine Entspannung der Niedrigwassersituation in Grund- und Oberflächengewässern eintreten. Der zur Niedrigwasserbewirtschaftung im Spreegebiet maßgebende Bezugspegel in Leibsch fiel infolgedessen unter den Schwellenwert von 2,5 m³/s. Da die Wetterprognose weiterhin keinen ausreichenden Niederschlag erwarten lässt, ist die Stadt Cottbus als untere Wasserbehörde gemäß den Empfehlungen der länderübergreifenden Ad-hoc-AG „Extremsituation“ angehalten, per Allgemeinverfügung ein zeitlich befristetes Wasserentnahmeverbot aus allen Oberflächengewässern des Stadtgebietes zu erlassen.

Inhalt der Allgemeinverfügung ist eine befristete Einschränkung des Eigentümer- und Anliegergebrauchs und von wasserrechtlich erlaubten Entnahmen aus Oberflächengewässern. Die Entnahme von Wasser aus Oberflächengewässern mittels Pumpvorrichtung wird hierbei in der Zeit von 08:00 Uhr bis 20:00 Uhr und in der Zeit von 22:00 Uhr bis 05:00 Uhr untersagt.

Verstöße gegen Verbot kosten bis 50.000 Euro

Verstöße gegen diese Allgemeinverfügung können mit bis zu 50.000 Euro Bußgeld geahndet werden. Diese Verfügung wird in ähnlicher Form im Bereich der Spree in den Landkreisen Dahme Spreewald, Oberspreewald Lausitz und Spree-Neiße erlassen. Durch die untere Wasserbehörde kann eine Ausnahme von den Verboten erteilt werden, wenn die Auswirkungen auf die Ordnung des Wasserhaushalts und den Schutz der Natur nicht erheblich oder nachhaltig sind oder wenn die Regelungen zu einer unbilligen Härte führen würden.

Weitere Landkreise reagieren

Der Landkreis Elbe-Elster hat bereits am 03.06. die Wasserentnahme untersagt, Dahme-Spreewald verbietet die Entnahme ab dem 11.06.2020.

pm/red

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