Landkreis
Niederlausitz Sonntag, 27 Dezember 2009 von Gerd Laeser

Zum Jahreswechsel gleich drei Mal „Gute Vorsätze - erste Taten“ wider das Völlegefühl

Zum Jahreswechsel gleich drei Mal „Gute Vorsätze - erste Taten“ wider das Völlegefühl

Gute Vorsätze für 2010 fallen einem erfahrungsgemäß nicht erst Schlag 12 in der Neujahrsnacht ein. Warum also mit den ersten Taten, um sie zu verwirklichen, so lange warten, bis diese wieder verpufft sind wie das Silvesterfeuerwerk - wie Schall und Rauch?

Deshalb bieten wir, Die Niederlausitzer Wandergurken, nach den Weihnachtsfeiertagen zum Jah-reswechsel gleich drei Möglichkeiten wider das Völlegefühl an, um gemeinsam mit uns den guten Vorsätzen erste Taten folgen zu lassen.
Zuvor aber noch etwas Aufklärung, warum gerade Bewegung zur Winterzeit an frischer Luft dem Körper und der Seele besonders gut tut:
Ein Top - Tipp ist ein längerer Spaziergang oder eine Wanderung in der Natur an frischer Luft. Denn das tut in jedem Alter so richtig gut, weil dabei im Körper eine Menge passiert.
1. Kreislauf. Die Bewegung kurbelt die Durchblutung an und bringt den Kreislauf durch die erhöhte Herzfrequenz in Schwung. Je öfter wir laufen, desto besser stellt sich unsere Herz-Kreislauf-Regulation ein: Puls und Blutdruck werden niedriger, und der Herzmuskel wird durchschnittlich weniger belastet.
2. Haut. Auch unsere Haut profitiert von der Bewegung an der frischen Luft, weil sie besser durchblutet wird. Der Teint wird rosiger. Allerdings: Jetzt im Winter muss die Haut besonders geschützt werden, denn ab acht Grad Celsius sinkt der Feuchtigkeitsgehalt in der Luft. Tipp – besonders für Damen: Die reichhaltige Nachtcreme sollte man tagsüber benutzen. Sie enthält mehr Fett, das die Feuchtigkeit in der Haut zurückhält.
3. Immunsystem. Bewegung bringt die Killerzellen des Immunsystems auf Trab. Das haben wissen-schaftliche Untersuchungen eindeutig nachgewiesen. Ein strammer Spaziergang reicht dafür schon aus. Eine längere Wanderung ist allerdings besser. Durch die frische Luft werden auch die Nasenschleimhäute und Bronchien besser durchblutet, sind dann gut befeuchtet und weniger anfällig für Krankheitskeime. Aber Vorsicht, bei Minus-Graden den Schal über die Nase ziehen, sonst trocknen die Schleimhäute wie-der aus.
4. Sauerstoff. In der Natur kann der Körper eine Extra – Portion Sauerstoff aufnehmen. Er ist das Le-benselixier für unsere 70 Trillionen Körperzellen. Das hat positive Folgen für alle Organe. Besonders die Lunge profitiert. Sie wird ohne Stubenmief und Tabakrauch bestens durchlüftet. So können sich dort kei-ne Bakterien breit machen. Denn die siedeln sich bevorzugt in schlecht belüfteten Nischen an.
5. Verdauung. Bewegung bringt den durch die Schlemmereien strapazierten Darm wieder auf Trab. Und beim Laufen in der Kälte werden mehr Kalorien verbrannt als an milden Sommertagen – 190 schon bei einem einstündigen lockeren Spaziergang, beim Wandern bedeutend mehr...
6. Psyche. Wanderungen sind kostenlose Kuren für die Seele. Denn durch den Einfluss des Sonnenlichts – selbst an einem grauen Wintertag – produziert der Organismus mehr Endorphine. Das sind körpereigene Glücksstoffe, die ähnlich wie Morphium wirken und euphorisch stimmen. Auch die Produktion des Ner-venbotenstoffs Serotonin wird angekurbelt. Dieses Hormon sorgt dafür, dass wir zufrieden sind. Auch der Anblick der Natur tut der Seele gut. Sorgen und Ärger lösen sich schnell in Luft auf...
Und dafür gibt es kein schlechtes Wetter, nur falsche Bekleidung...
(frei nach einem Beitrag in der SUPER-ILLU 2006)
Was haben wir nun im Einzelnen vor?
Für Donnerstag, den 31.12.2009 (Silvester), laden wir ganz herzlich ein, uns bei der traditionellen Wan-derung „Jahresletzter“, übrigens die 90. und letzte Tour 2009, im Naturpark Niederlausitzer Land-rücken als Wandergäste zu begleiten. Start und Ziel wird in der Gemeinde Luckaitztal OT Weißag sein, also wieder der Ort Weißag südlich von Calau. Für eine konkrete Streckenführung haben wir uns noch nicht entschieden. Abhängig vom Wetter werden wir diese bei der Anmeldung mit nennen. Möglich wäre eine Tour durch die Cabeler Berge in die Wolfsschlucht bis Settinchen und wieder zurück. Auf je-den Fall wird die Strecke nicht länger als 14 Kilometer sein.
Anschließend sind wir wieder herzlich eingeladen von den Wirtsleuten, Familie Gaumer, in ihren Gasthof. Extra für uns werden wieder die Pfannen für die Buchweizenplinse heiß gemacht...
Für Freitag, den 1.1.2010 (Neujahr), laden wir ganz herzlich ein, uns bei der traditionellen Wanderung „Gute Vorsätze – erste Taten“, übrigens die 1. von 93 Touren 2010, im Biosphärenreservat Spree-wald als Wandergäste zu begleiten. Gewandert wird im Lübbenauer Spreewald zwischen unserer Hei-matstadt, Wotschofska und Lehde. Erstmals soll diese Tour auch durch den kleinen, schon vor langer Zeit eingemeindeten, Ortsteil Stennewitz führen. Vielleicht haben wir wieder Glück wie Neujahr 2009, das uns Petrus hold ist und reichlich Minusgrade schickt, damit wir von Wotschofska wieder auf den zu-gefrorenen Fließen wenigsten bis Lehde laufen können. Sollte das nicht möglich sein, wird es anstelle des Tripps bis Wotschofska eine ausgiebige Runde durch den Lübbenauer Schlosspark geben, um von dort nach Lehde und zurück nach Lübbenau zu wandern. Mehr als 15 Kilometer sollen es aber an diesem Tag nicht werden. Auf jeden Fall wird bei unserer Tour im ersten Teil durch die Spreewaldstadt das neue Büchlein des Lübbenauer Heimatforschers Michael Lange „Theodor Fontane-In den Spreewald - Mit der Postkutsche von Berlin nach Lübbenau im August 1859“ eine wichtige Rolle spielen. Natürlich wandern wir auf dem Weg, auf dem damals die Postkutsche mit Fontane und seiner „Tunnelgesellschaft“ in die Stadt kam und die wir teilweise schon im Eröffnungsbeitrag des rbb-Magazins Theodor am 6. Ja-nuar 2008 vorgestellt hatten. Zwei Originale sieht man heute noch im Vorspann dieses Magazin, wenn es aus Cottbus gesendet wird. Erich Schier aus Lehde beim Körbe flechten und eine großen Unbekannten (Gottlieb Grambauer war es nicht, denn der saß als Michael Mehlow mit uns im Kahn des Kamerateams), wie er mit einem Fahrradanhänger Sammelholz am Ufer der Gorroschoa entlang fährt.
Am Sonntag, den 3.1.2010, würden wir uns freuen, wenn recht viele Wandergäste unsere herzliche Einladung annehmen, um uns in Bad Muskau bei einer Wanderung durch das UNESCO - Welter-be Fürst-Pückler-Park beiderseits der Neiße einschließlich durch den Berg- und Badepark zu be-gleiten. Erstmals wollen wir die Parklandschaft zur Winterzeit erleben. Hoffentlich hilft uns Petrus etwas dabei... Auch diese Strecke wird etwa 16 Kilometer lang sein.
Wer an allen drei Touren teilnimmt, hat dann für 2010 mit knapp 50 Kilometer in den Beinen schon mal einen richtigen Anfang, guten Vorsätzen erste Taten folgen zu lassen...
Treff- und Zeitpunkte des jeweiligen Beginns werden wir wie immer bei der Anmeldung bekannt geben. Bitte auch an Rucksackverpflegung und Getränke für den „Stehimbiss im Freien“ unter-wegs denken. Keine Teilnahmegebühr. Um einen Obolus in unseren Fontane-Wanderhut wird ge-beten. Urkunde für gutgelauntes und blasenfreies Mitwandern.
Wir werden auch unser Wanderprogramm 2010 wieder mitbringen, vorstellen und anbieten - diesmal sogar mit 93 Tourenvorschlägen und 1500 Wanderkilometern in der deutschen und polnischen Niederlau-sitz! Über 90 davon haben inzwischen schon ihre Besitzer gefunden...
Anmeldungen werden erbeten bis zum Vorabend unter Tel. 03542 – 3792.
Bis dahin wünschen wir all’ unseren Wandergästen und denen, die für 2010 den guten Vorsatz ha-ben, solche zu werden, ein friedliches gutes neues Jahr - stets sibirische Gesundheit, immer die Weisheit der alten Griechen sowie ab und an auch das Glück der Tüchtigen.
Weitere Fotos zu den Wandergebieten in der Niederlausitz hier in „Bilder der Region“ Oberspreewald-Lausitz : Luckaitztal, Oberspreewald-Lausitz : Calau : Werchow, Oberspreewald-Lausitz : Lübbe-nau/Spreewald
Die Niederlausitzer Wandergurken
Edeltraud und Gerd Laeser
Lübbenau

Bildergalerie

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