Niederlausitz Samstag, 30 November 2019 von Redaktion

Lausitzer Kohleproteste: Blockaden lösen sich auf

Lausitzer Kohleproteste: Blockaden lösen sich auf

Nachdem mehrere Punkte der Kohlebahn nach Jänschwalde blockiert wurden sowie die beiden Lausitzer Tagebaue Jänschwalde und Welzow-Süd, lösen sich erste Blockaden langsam auf. Das Verhalten ist friedlich, die Polizei hält sich zurück. Alle Personen haben nach Polizeiangaben den Tagebau Jänschwalde freiwillig verlassen, auch die Bahnstrecke bei Koppatz ist wieder frei. Ende Gelände berichtet davon, dass auch Aktivisten im Tagebau Welzow eigenständig den Tagebau verlassen. "Alle Finger haben heute ihr Ziel erreicht! Das ist ein riesen Erfolg" twittert das Aktionsbündnis. Zwischenzeitlich hieß es von der LEAG, Aktivisten hätten versucht das Kraftwerk Jänschwalde zu erstürmen, sowohl parlamentarische Beobachter, die die Aktionen begleiteten, als auch Ende Gelände selbst dementierten diese Meldung.

Auf dem offiziellen Blog der LEAG hieß es: "09:09 Uhr: Etwa 200 Kohlegegner versuchen gewaltsam in das Kraftwerk Jänschwalde einzudringen." Auch die Polizei schrieb, dass sie mit massiven Kräften am Kraftwerk sei: "Wir werden das Betreten des Kraftwerkes konsequent verhindern." Von einem gewaltsamen Zutrittsversuch war bei der Polizei nichts zu lesen oder zu erfahren.

30.11.2019 Telegram_Screen_Blockade_Tangente

Unterdessen blockieren einzelne Kohlebefürworter in schwarzen Overalls einen Bus auf der Tangente (L49) in Cottbus. Er war nach der Blockadeaktion im Tagebau auf dem Rückweg zum Bahnhof Cottbus, Polizei war im ersten Moment nicht mit vor Ort. In einer rechten Telegramgruppe wird um Unterstützung für die Aktion geworben. Laut Beobachtern ist es am Bahnhof friedlich, die Gruppen verlassen mit Zügen Cottbus in Richtung Dresden, Berlin und Leipzig.

Bereits gestern Abend stellten Beamte der Bereitschaftspolizei Cottbus in Spremberg (SPN) acht Personen fest. "Die vermutlich rechte Personengruppe führte unter anderem Axtstiele & Quarzhandschuhe mit sich. Sicherstellungen der Gegenstände, Platzverweise und Strafanzeige folgten sofort." 

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