Landkreis
Niederlausitz Mittwoch, 29 Oktober 2008 von Helmut Fleischhauer

Simulierter Stromausfall in der Lausitz im 'Herbststurm 2008' geübt - Schönbohm: Fachwissen und schnelle Kommunikation im Ernstfall entscheidend

Simulierter Stromausfall in der Lausitz im 'Herbststurm 2008' geübt  - Schönbohm: Fachwissen und schnelle Kommunikation im Ernstfall entscheidend

Ein mehrtägiger Stromausfall in der Lausitz war das angenommene Szenario bei der zweitägigen Übung 'Herbststurm 2008' an der Landesschule und Technischen Einrichtung für den Brand- und Katastrophenschutz (LSTE) in Eisenhüttenstadt. Unter Leitung des Innenministeriums übten gestern und heute Angehörige der kommunalen Katastrophenschutzbehörden, von Polizei, Feuerwehr, Hilfsorganisationen und der Bundeswehr gemeinsam mit Vertretern betroffener Wirtschaftsunternehmen die notwendigen Kommunikations- und Entscheidungsabläufe.
Dabei ging es vor allem um die Betreuung und Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser und Lebensmitteln in einer solchen kritischen Ausnahmesituation. Schwerpunkte waren unter anderem die Aufrechterhaltung des Betriebes in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und in der privaten Krankenpflege. Dazu vermittelte die Übung den rund 80 Teilnehmern in Fachvorträgen aktuelle Erkenntnisse.
Innenminister Jörg Schönbohm nannte die Planübung "einen wichtigen Beitrag, um im Fall der Fälle optimal vorbereitet zu sein". Nicht zuletzt die Erfahrungen Brandenburgs, so erst im vergangenen Jahr beim Sturmtief 'Kyrill', hätten gezeigt, dass im Ernstfall das Fachwissen und die schnelle Kommunikation aller Einsatzbeteiligten entscheiden. "Je mehr da mit im Boot sind, um so gründlicher muss wie jetzt an der LSTE das Zusammenspiel geübt werden", hob Schönbohm hervor.
Bei der heute zu Ende gehenden Übung war von einem flächendeckenden Stromausfall in den Landkreisen Spree-Neiße, Oberspreewald-Lausitz und Elbe-Elster sowie in der Stadt Cottbus ausgegangen worden. Die in der Übung gewonnenen Lösungsansätze sollen jetzt auf die anderen Landkreise und kreisfreien Städte Brandenburgs übertragen werden.
Quelle: Ministerium des Innern
Foto © Robert Steffens (wikipedia.org)

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