Zum Abschluss eines langen Testspielwochenendes haben die Lausitzer Füchse am Sonntagnachmittag beim Deutschen Meister gastiert. Im ausverkauften Wellblechpalast im Berliner Sportforum Hohenschönhausen unterlag der DEL2-Klub aus Weißwasser den Eisbären Berlin mit 1:3. Trotz der Niederlage nahmen die Füchse aus dem Härtetest beim Kooperationspartner aus der ersten Liga einiges mit.
Berlin drückt von der ersten Minute an
Die Gastgeber bestimmten das Geschehen von Beginn an. Schon nach wenigen Sekunden musste Füchse-Torhüter Anthony Morrone zum ersten Mal eingreifen, und die Berliner ließen die Scheibe anschließend so schnell laufen, dass die Lausitzer Defensive kaum zum Durchatmen kam. In der 7. Minute war Morrone dann geschlagen: Yannick Veilleux brachte den Meister mit 1:0 in Führung.
Weißwasser hielt dagegen, verteidigte kompakt und suchte den Weg nach vorn über schnelle Gegenstöße. Strafzeiten gab es im ersten Abschnitt auf keiner Seite.
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Morrone hält die Füchse im Spiel
Auch im Mitteldrittel blieben die Eisbären am Drücker. In der 25. Minute mussten die Füchse zum ersten Mal in Unterzahl bestehen und gerieten dabei erheblich unter Druck – dass es beim 0:1 blieb, war mehreren starken Paraden ihres Torhüters zu verdanken. Kurz darauf durften die Gäste selbst im Powerplay ran und erarbeiteten sich Möglichkeiten, den Ausgleich erzwangen sie nicht.
In der 35. Minute nutzte Berlin die zweite eigene Überzahl. Morrone parierte den ersten Schuss noch, doch Ty Ronning war beim Nachschuss zur Stelle und stellte auf 2:0. Eine weitere Unterzahl überstanden die Füchse, ehe es mit diesem Rückstand in die zweite Pause ging.
Brännstam verkürzt – die Antwort kommt binnen einer Minute
Im Schlussdrittel blieb der Meister zunächst tonangebend, die Lausitzer kamen vor allem über Konter zu eigenen Offensivaktionen. Ein Powerplay in der 47. Minute brachte noch nicht den Anschluss, dafür wurde es in der 54. Minute doch noch einmal eng für die Gastgeber: Nach Vorarbeit von Jacob Schmidt-Svejstrup traf Alex Brännstam zum 1:2 aus Sicht der Füchse.
Die Hoffnung hielt genau eine Minute. Jonas Müller stellte für Berlin den alten Abstand wieder her, beim 3:1 blieb es bis zum Schluss.
Kreutzer: „Das Tempo ist der größte Unterschied zwischen den Ligen“
Cheftrainer Christof Kreutzer zog trotz der Niederlage eine zufriedene Bilanz. Sein Team habe gegen den Deutschen Meister „wirklich sehr, sehr gut dagegengehalten“ und versucht, auch in der eigenen Zone konsequent zu spielen. Den entscheidenden Unterschied machte für ihn das Tempo: „Heute hat man gesehen, dass das Tempo der größte Unterschied zwischen den Ligen ist“, sagte Kreutzer nach der Partie. Gegen eine Mannschaft wie die Eisbären, die zu den schnellsten der DEL gehört, werde das besonders deutlich.
Genau darin sieht der Trainer aber auch den Wert solcher Tests: Beim Umschaltspiel könne sich seine Mannschaft einiges von Berlin abschauen – gelinge es, dieses Tempo ins eigene Spiel zu übernehmen, sei das ein klarer Vorteil. Die Leistung von Torhüter Morrone wollte Kreutzer nicht überhöhen: Sie entspreche dem, was er von seinen beiden Schlussmännern erwarte.
Zwei Tage zuvor: 5:2 gegen Katowice – Saisoneröffnung fiel aus
Der Auswärtstest in Berlin war der zweite Teil eines Doppelwochenendes. Am Freitagabend hatten die Füchse ihr erstes Heimspiel der Vorbereitung bestritten und den polnischen Vizemeister GKS Katowice mit 5:2 (1:0, 1:0, 3:2) bezwungen.
Clemens Sager traf in der 8. Minute nach Vorarbeit von Christopher Theodore zum 1:0. Das 2:0 in der 30. Minute fiel kurios: Ein geblockter Schuss von Theodore sprang über das Tor an die Plexiglasscheibe, von dort zurück und vom Rücken des Gästetorhüters ins Netz. Im Tor der Füchse stand an diesem Abend Lennart Neiße, der unter anderem eine fünfminütige Unterzahl überstehen half. Im Schlussabschnitt bauten die Gastgeber ihre Führung auf 4:1 aus; nach dem Anschlusstreffer der Gäste sorgte Alexander Dosch mit seinem zweiten Treffer des Abends für den 5:2-Endstand.
Nicht stattgefunden hat dagegen die für denselben Tag geplante Saisoneröffnung vor der Eisarena. Der Verein hatte sie am Freitagmittag wegen der Wetterprognose mit Starkregen und Gewittern abgesagt und einen Ausweichtermin angekündigt. Ein neues Datum steht bislang nicht fest.
Die Vorbereitung der Lausitzer Füchse – unsere Berichte im Überblick
Ausblick: Am Freitag kommt Dresden
Weiter geht die Vorbereitung am Freitag, dem 4. September, um 19:30 Uhr in der Eisarena Weißwasser. Zu Gast ist dann mit den Dresdner Eislöwen der erste von zwei sächsischen Ligarivalen: Am Dienstag, dem 8. September, folgt um 19:30 Uhr das Auswärtsspiel bei den Eispiraten Crimmitschau.
Ernst wird es für die Füchse am Freitag, dem 18. September. Dann startet die DEL2-Hauptrunde 2026/2027, zum Auftakt empfängt Weißwasser um 19:30 Uhr den EV Landshut.
© Foto: citypress / Marco Leipold / Lausitzer Füchse
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Red. / Presseinformation





