Im Raum Spremberg sind Mitte März zwei Wolfswelpen tot in einem Löschteich aufgefunden worden. Wie die Stadt unter Berufung auf das Landesamt für Umwelt mitteilte, wurden die Tiere geborgen und zur Untersuchung an ein Forschungsinstitut nach Berlin übergeben. Gleichzeitig wird die Situation rund um weitere Jungtiere weiterhin beobachtet, da es in den vergangenen Monaten wiederholt Sichtungen im Siedlungsbereich gab. Die Behörden rufen die Bevölkerung dazu auf, keine offenen Nahrungsquellen bereitzustellen und Nutztiere entsprechend zu sichern, um Begegnungen mit Wölfen zu vermeiden. Sichtungen sollen möglichst zeitnah an das Wolfsmanagement gemeldet werden, um das Verhalten der Tiere besser einschätzen zu können.
Wolfsfunde in Spremberg sorgen für Aufmerksamkeit
Im Raum Spremberg sind am 15. März 2026 zwei Wolfswelpen in einem Löschteich verendet. Wie die Stadt Spremberg unter Berufung auf das Landesamt für Umwelt mitteilt, wurde eines der Tiere im Rahmen von Managementmaßnahmen zuvor mit einem Sender ausgestattet. Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr unterstützten die Bergung der Tiere. Anschließend wurden sie zur weiteren Untersuchung an das Berliner Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung übergeben.
Die Entwicklung der verbliebenen Tiere wird laut Landesamt weiterhin genau beobachtet. Gleichzeitig richtet sich ein klarer Appell an die Bevölkerung, bekannte Verhaltensregeln einzuhalten, um Konflikte mit Wildtieren zu vermeiden.
Verhaltensregeln im Umgang mit Wölfen beachten
Das Landesamt für Umwelt weist darauf hin, dass insbesondere frei zugängliche Nahrungsquellen vermieden werden sollen. Dazu gehört, keine Essensreste oder Küchenabfälle offen zu lagern. Auch Tierfutter sollte vor allem in den Abend- und Nachtstunden nicht im Außenbereich stehen gelassen werden.
Zudem sollen Abfallbehälter stets verschlossen und keine weiteren Abfälle ungesichert daneben abgestellt werden. Für Tierhalter gilt der Hinweis, Nutztiere ausreichend zu sichern. Empfohlen werden laut Behörde beispielsweise nächtliche Stallhaltung oder der Einsatz elektrifizierter Schutznetze für Gehege.
Hintergrund: Jungwölfe auf Nahrungssuche
In den vergangenen Monaten wurden im Bereich Spremberg und den umliegenden Ortsteilen wiederholt Wölfe gesichtet. Nach Angaben des Landesamtes handelt es sich dabei um Jungtiere aus dem Jahr 2025. Während sie sich tagsüber überwiegend außerhalb der Siedlungen aufhalten, suchen sie nachts vereinzelt den besiedelten Raum auf, insbesondere wenn dort leicht zugängliche Nahrungsquellen vorhanden sind.
Die natürliche Scheu der Tiere gegenüber Menschen sei weiterhin vorhanden. Um unerwünschtes Verhalten zu vermeiden, setzt das Landesamt bei Bedarf sogenannte Vergrämungsmaßnahmen ein. Diese sollen jedoch nur dann nachhaltig wirken, wenn gleichzeitig mögliche Nahrungsquellen konsequent entfernt werden.
Sichtungen melden und Hinweise weitergeben
Die Behörden bitten darum, Wolfsbeobachtungen möglichst zeitnah zu melden. Wichtig sind dabei Angaben zu Ort, Datum und Uhrzeit sowie, wenn möglich, Foto- oder Videomaterial. Das Wolfsmanagement des Landesamtes für Umwelt ist unter der Telefonnummer 0172 5155856 erreichbar und nimmt Hinweise auch per WhatsApp entgegen.
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