Am internationalen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus hat die Stadt Spremberg heute an die Millionen Menschen erinnert, die unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft entrechtet, verfolgt und ermordet wurden. An zentralen Gedenkorten fanden laut Angaben der Stadt Kranzniederlegungen statt, zudem wurde vor dem Rathaus Trauerbeflaggung angeordnet.
Gedenkveranstaltungen an mehreren Orten in Spremberg
Wie die Stadt Spremberg mitteilte, legte Bürgermeisterin Christine Herntier an der Gedenkstätte für die Opfer des Faschismus auf dem Georgenberg gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der in der Stadtverordnetenversammlung vertretenen Fraktionen sowie mit Sprembergerinnen und Sprembergern Kränze und Blumen nieder. Parallel dazu nahm Frank Kulik, stellvertretender Bürgermeister, eine Kranzniederlegung am Gedenkstein im Ortsteil Gosda auf dem Waldfriedhof vor. Mit den Gedenkhandlungen sollte ein sichtbares Zeichen des Erinnerns gesetzt werden. Die Stadt verweist darauf, dass das gemeinsame Gedenken Ausdruck der Verantwortung sei, die Erinnerung an die Opfer wachzuhalten und das Bewusstsein für die historischen Verbrechen des Nationalsozialismus zu stärken.
Trauerbeflaggung am Rathaus angeordnet
Nach Angaben der Stadt erfolgte am 27. Januar vor dem Rathaus die Anordnung der Trauerbeflaggung auf Halbmast. Grundlage hierfür waren die Beflaggungsordnung des Landes Brandenburg sowie der Beschluss G/VIII/25/0372-1 der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Spremberg. Die Maßnahme unterstrich den offiziellen Charakter des Gedenktages im Stadtgebiet. Die Stadt betont, dass die Trauerbeflaggung Teil der landesweit abgestimmten Formen des Gedenkens sei und den öffentlichen Raum sichtbar in das Erinnern einbeziehe.
Historischer Hintergrund des Gedenktages
Der 27. Januar wurde im Jahr 1996 durch den ehemaligen Bundespräsidenten Roman Herzog zum offiziellen Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus erklärt. Nach seinen Worten solle an diesem Datum an die Millionen Menschen erinnert werden, die zwischen 1933 und 1945 Opfer des nationalsozialistischen Rassenwahns und des Völkermordes wurden oder durch das Regime entrechtet, verfolgt und gequält worden seien. Symbolhaft für den Terror des Nationalsozialismus stehe das Konzentrationslager Auschwitz, das am 27. Januar 1945 befreit wurde. Dort litten und starben insbesondere jene Menschen, die das nationalsozialistische Regime planmäßig ermorden wollte, so Herzog in seiner Erklärung.
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Red. / Presseinformation
Bild: Konstanze Schirmer







