Ein Waldbrand im Drebkauer Ortsteil Illmersdorf hat am Sonntagabend trotz anhaltender Regenfälle einen ungewöhnlichen Feuerwehreinsatz ausgelöst. Nach Informationen von Blaulichtreport Lausitz vor Ort war eine gerissene 20-kV-Stromleitung die Ursache. Verletzt wurde niemand. Rund 20 Einsatzkräfte mit fünf Fahrzeugen waren etwa zwei Stunden im Einsatz, bis die Lage unter Kontrolle war.
Waldbrand in Drebkau durch Stromlichtbögen ausgelöst
Die Leitstelle Lausitz alarmierte die Feuerwehr laut Blaulichtreport Lausitz um 18:27 Uhr in den Ortsteil Illmersdorf. Gemeldet war ein Flächenbrand im Wald – und das mitten im schweren Unwetter, das die Lausitz seit dem Mittag des 19. April mit lokalen Niederschlagsmengen von mehr als 10 bis 15 Litern pro Quadratmeter und Stunde erfasst hatte.
Vor Ort zeigte sich den Einsatzkräften eine überraschende Lage. Eine 20-kV-Leitung war auf dem Waldboden aufgeschlagen. Ob die Witterung oder andere Gründe für den Riss verantwortlich sind, ist bislang nicht geklärt. Durch den Stromkontakt entzündete sich die Bodenfläche auf rund 20 Quadratmetern. Trotz des gleichzeitig niederprasselnden Regens breitete sich das Feuer dennoch aus.
Eine Einsatzkraft beschrieb die Szene vor Ort: „Dadurch, dass noch Strom auf der Leitung war, kam es quasi immer wieder zu Blitzen. Man hat die ganze Zeit ein Knistern gehört, dazu Flammen und durch den entzündeten Boden auch starke Rauchentwicklung.“
Löschangriff erst nach Abschalten der Leitung möglich
Solange die Leitung unter Spannung stand, war für die Feuerwehr kein direkter Löschangriff möglich. Erst nachdem der zuständige Netzbetreiber die betroffene Leitung stromfrei geschaltet hatte, konnten die Einsatzkräfte nach rund 45 Minuten mit der Brandbekämpfung beginnen. Mit einem C-Rohr suchten sie die Brandfläche systematisch ab und löschten sie.
Insgesamt waren rund 20 Einsatzkräfte mit fünf Fahrzeugen vor Ort. Nach etwa zwei Stunden beendeten die Kräfte den Einsatz.
Unter den Beteiligten gilt der Einsatz als außergewöhnlich: Dass es ausgerechnet während eines der stärksten Regentage in der Region zu einem Vegetationsbrand kommt, habe alle Einsatzkräfte überrascht. Der flächendeckende Starkregen hatte weite Teile Brandenburgs und insbesondere Südbrandenburg sowie die Lausitz seit Mittag erfasst – ein Waldbrand im Landkreis Spree-Neiße blieb dennoch nicht aus.
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Red. / Presseinformation
Fotos: Blaulichtreport Lausitz
















