Auf diesen Termin haben Pendler lange gewartet: Cottbus bekommt seine dritte Autobahnauffahrt. Am Mittwoch, dem 19. August, gibt der Landesbetrieb Straßenwesen den zweiten Verkehrsabschnitt der Ortsumgehung vollständig für den Verkehr frei – und damit die Verbindung der B 168 mit der Autobahn A 15. Neben Cottbus-West und Cottbus-Süd steht dann eine dritte Auffahrt zur Verfügung. „Es gibt gute Nachrichten von der Baustelle der Ortsumgehung Cottbus“, teilte der Landesbetrieb mit: Die Arbeiten am letzten Abschnitt stehen kurz vor dem Abschluss.
Letztes Teilstück der Ortsumgehung Cottbus
Der erste Abschnitt der Ortsumgehung zwischen Cottbus und Forst (Lausitz) war bereits am 28. August 2025 freigegeben worden. Seitdem fehlte das entscheidende Stück: die direkte Anbindung an die Autobahn. Mit der Freigabe am 19. August können Autofahrer die neue Trasse künftig durchgängig bis zur A 15 nutzen – das dürfte vor allem die Cottbuser Ortsteile im Süden und Osten sowie den Durchgangsverkehr in Richtung Forst spürbar entlasten und bringt Cottbus eine dritte Autobahnzufahrt.
Arbeiten an der Anschlussstelle laufen noch weiter
Ganz abgeschlossen ist das Gesamtprojekt damit allerdings noch nicht. Nach des Landesbetriebs läuft die Baumaßnahme „B 97 und B 168, OU Cottbus“ noch bis Ende Oktober 2026 – seit August 2025 wird dort an der neuen Anschlussstelle B 97 / B 168 gebaut. Autofahrer sollten deshalb auch nach dem 19. August auf die örtliche Beschilderung und die Verkehrsführung achten. Begonnen hatten die Bauarbeiten für die Ortsumgehung im März 2023.

Fast sieben Kilometer neue Trasse und zwölf Brücken
Der jetzt fertiggestellte zweite Bauabschnitt der Ortsumgehung ist 6,929 Kilometer lang, hinzu kommen kreuzende Straßen und Wege sowie Wirtschaftswege für langsam fahrenden Verkehr. Gebaut wurde die Strecke als Kraftfahrstraße mit durchgehend wechselseitigen Überholabschnitten je Fahrtrichtung. Von den drei Knotenpunkten sind zwei teilplanfrei ausgeführt – die Verknüpfung B 168 / L 49 sowie die Anschlussstelle, über die die B 97 an die A 15 angebunden wird; die Verknüpfung von B 168 und B 97 ist planfrei.
Zur Strecke gehören zwölf Brückenbauwerke, darunter ein Wilddurchlass. Für den Naturschutz wurden zudem sechs Kleintierdurchlässe, zwei Durchlässe für Fischotter, 21 weitere Durchlässe und Grabenverrohrungen sowie beidseitige Irritationsschutzwände gebaut.
| Baulänge | 6,929 km |
| Brückenbauwerke | 12 (davon 1 Wilddurchlass) |
| Knotenpunkte | 3, darunter die A15-Anschlussstelle |
| Prognose B 168 | 21.000 Kfz/Tag (7 % Schwerverkehr) |
| Prognose B 97 | 16.000 Kfz/Tag (11 % Schwerverkehr) |
| Ausbau | Kraftfahrstraße, wechselseitige Überholabschnitte |
Netzergänzung der B 97 östlich von Cottbus
Ergänzt wird die Ortsumgehung durch die 1,261 Kilometer lange Netzergänzung der B 97 östlich von Cottbus. Sie ist zwischen der Verknüpfung mit der B 168 und dem Knotenpunkt B 97 / L 49 mit Überholfahrstreifen ausgestattet und wird ebenfalls als Kraftfahrstraße betrieben; das anschließende Stück bis zur vorhandenen B 97 verläuft zweistreifig ohne Überholfahrstreifen. Am Knotenpunkt B 97 / L 49 regelt eine Lichtsignalanlage den Verkehr. Für diesen Abschnitt entstand außerdem eine Faunabrücke. Die Verkehrsprognosen liegen hier bei 12.000 beziehungsweise 7.000 Fahrzeugen pro Tag – bei einem hohen Schwerverkehrsanteil von jeweils 19 Prozent.
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Archivfoto: NL aktuell
Red.




