Die Stadtwerke Senftenberg starten ein Großprojekt zur klimafreundlichen Fernwärmeversorgung und setzen dabei künftig auf Abwärme aus dem Kraftwerk „Sonne“ in Großräschen. Wie die Staatskanzlei Brandenburg mitteilte, werden mehr als 43 Millionen Euro investiert, darunter über 37 Millionen Euro aus Strukturstärkungsmitteln. Geplant ist unter anderem eine rund zehn Kilometer lange Fernwärmetrasse, die die thermische Abfallverwertung in Großräschen direkt mit Senftenberg verbindet. Ziel ist es, die bislang überwiegend erdgasbasierte Wärmeversorgung umzustellen und den CO2-Ausstoß um etwa 15.000 Tonnen pro Jahr zu senken. Künftig soll industrielle Abwärme aus der Müllverbrennung für die Versorgung von tausenden Haushalten genutzt werden und damit ein weiterer Baustein im Strukturwandel der Lausitz entstehen.
Fernwärme Senftenberg soll klimafreundlich umgebaut werden
Die Stadtwerke Senftenberg starten ein umfangreiches Infrastrukturprojekt zur Umstellung der Fernwärmeversorgung. Laut Angaben der Staatskanzlei Brandenburg soll künftig industrielle Abwärme aus der thermischen Abfallverwertung des Kraftwerks „Sonne“ in Großräschen genutzt werden. Dafür übergab Staatskanzlei-Chefin Kathrin Schneider einen Förderbescheid über mehr als 37 Millionen Euro an die Stadtwerke.
Insgesamt investieren die Stadtwerke mehr als 43 Millionen Euro in das Vorhaben. Geplant sind unter anderem neue Wärmeüberträgerstationen, Wärmespeicheranlagen sowie der Bau einer rund zehn Kilometer langen Fernwärmetrasse zwischen Großräschen und Senftenberg.
CO2-Ausstoß soll deutlich gesenkt werden
Mit der Umstellung von einer überwiegend erdgasbasierten Wärmeversorgung auf die Nutzung von Abwärme soll der CO2-Ausstoß nach Angaben der Staatskanzlei um etwa 15.000 Tonnen pro Jahr reduziert werden. Ziel ist es, die Fernwärmeversorgung langfristig klimafreundlicher und unabhängiger von fossilen Energieträgern zu gestalten.
Ministerin Kathrin Schneider erklärte laut Mitteilung, bislang ungenutzte Abwärme aus dem Industriestandort solle künftig für Tausende Menschen nutzbar gemacht werden. Gleichzeitig werde damit in die regionale Infrastruktur sowie in eine bezahlbare und nachhaltige Energieversorgung investiert.
Projekt als Baustein im Strukturwandel der Lausitz
Auch aus Sicht der Landesregierung ist das Vorhaben Teil des Strukturwandels in der Lausitz. Der Lausitz-Beauftragte der Landesregierung, Dr. Klaus Freytag, bezeichnete das Projekt laut Staatskanzlei als wichtigen Schritt hin zu einer modernen Energieregion. Die Versorgung mit klimafreundlicher Fernwärme könne für Senftenberg eine zentrale Rolle spielen.
Die Stadtwerke Senftenberg versorgen derzeit rund 24.000 Menschen mit Energie. Mit dem Umbau der Fernwärmeversorgung soll dieser Bereich weiterentwickelt werden. Ab dem Jahr 2029 sollen jährlich mindestens 60.000 Megawattstunden Abwärme aus dem Kraftwerk „Sonne“ nach Senftenberg transportiert werden.
Die Wärme entsteht bei der thermischen Verwertung von Abfällen im Ersatzbrennstoffwerk des Unternehmens EEW Energy from Waste in Großräschen. Dort werden laut Mitteilung jährlich rund 300.000 Tonnen Abfälle verarbeitet und in Energie umgewandelt.
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