Die Suche nach den drei Vermissten nach dem Hauseinsturz in Görlitz hat offenbar eine entscheidende Phase erreicht. Einsatzkräfte arbeiten sich weiterhin durch die Trümmer des eingestürzten Mehrfamilienhauses an der James-von-Moltke-Straße. Nach Angaben der Polizei dauern die Ermittlungen zur Ursache der Explosion sowie die Rettungs- und Suchmaßnahmen weiter an. Zeitweise mussten die Arbeiten nun erneut unterbrochen werden. Grund dafür war eine technische Ortung mit einem Sonar, für die absolute Stille am Einsatzort erforderlich war.
Drei Vermisste offenbar weiter unter den Trümmern
Seit Stunden tragen Feuerwehr, THW und weitere Einsatzkräfte große Mengen Schutt ab. Dabei kommen sowohl schweres Gerät als auch Handarbeit zum Einsatz. Laut bisherigen Informationen wurden inzwischen Bereiche mit noch intakten Mauerresten erreicht, in denen die drei Vermissten vermutet werden. Dabei handelt es sich um zwei Frauen aus Rumänien sowie einen in Deutschland lebenden Bulgaren.
Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, wurden die Suchmaßnahmen aktuell kurzzeitig unterbrochen, um eine technische Ortung mittels Sonar durchzuführen. Dafür musste am gesamten Einsatzort absolute Ruhe herrschen. Die Ermittlungen zur Ursache des Einsturzes sowie die Rettungsmaßnahmen laufen parallel weiter.
Bereits in der Nacht hatte es eine mehrstündige Unterbrechung gegeben. Nach Angaben der Einsatzkräfte trat weiterhin Gas aus, weshalb die Stadtwerke das Gas ableiten und kontrolliert abfackeln mussten. Wegen der Explosionsgefahr durften währenddessen keine Elektrogeräte genutzt werden. Gegen 2 Uhr erlosch die Gasflamme, anschließend konnten die Arbeiten fortgesetzt werden.
Das Mehrfamilienhaus mit Ferienwohnungen war am Montagnachmittag nach einer mutmaßlichen Gasexplosion eingestürzt. Zwei zunächst vermisste Bauarbeiter konnten später wohlbehalten angetroffen werden, da sie sich zum Zeitpunkt des Einsturzes nicht im Gebäude befanden. Vermisst werden weiterhin drei Personen.
Sachsens Innenminister Armin Schuster hatte sich bereits am Dienstag ein Bild vor Ort gemacht. Er sprach von einem tragischen Unglück und lobte die Arbeit der Einsatzkräfte sowie die Unterstützung der polnischen Feuerwehr. Gleichzeitig äußerte er die Hoffnung, weiterhin Menschenleben retten zu können.
Heute in der Lausitz – Unser täglicher Newsüberblick
Mehr Infos und News aus der Lausitzer und Südbrandenburger Region sowie Videos und Social-Media-Content von heute findet ihr in unserer Tagesübersicht –>> Hier zur Übersicht
Red.




