Die Herzmedizin in der Lausitz soll enger vernetzt werden. Das Lausitzer Seenland Klinikum in Hoyerswerda und das Herzzentrum Dresden besiegeln dazu nach Angaben der Häuser eine erweiterte Kooperationsvereinbarung. Ziel ist es, Patientinnen und Patienten in der Region einen schnellen Zugang zu hochspezialisierter Herzmedizin zu sichern.
Herzmedizin in der Lausitz wird enger vernetzt
Die Vertiefung der Zusammenarbeit erfolgt nach Darstellung der Kliniken in einer Zeit großer Herausforderungen für das Gesundheitswesen. Gerade Krankenhäuser außerhalb der Ballungsräume hätten es schwerer, Fachpersonal zu gewinnen, während die Bevölkerung älter werde und der Versorgungsbedarf steige. Starke medizinische Netzwerke gewönnen deshalb an Bedeutung. „Die intensive Zusammenarbeit unserer benachbarten Kliniken ist bei den aktuellen Herausforderungen ein wichtiger Faktor, um zukünftig wohnortnahe und qualitativ hochwertige Versorgung sicherzustellen“, erklärt Dr. Roland Bantle, Clustergeschäftsführer der Sana Kliniken Sachsen.
Mehr Qualität durch enge Vernetzung
Konkret werden Patientenfälle künftig gemeinsam bewertet und Behandlungspfade abgestimmt. Für eine Mitralklappenrekonstruktion mittels MitraClip-Verfahren ist nach Angaben der Häuser die Diagnose durch einen Herzchirurgen vorgeschrieben, der bei Bedarf aus Dresden kommt. „Über eine Vene in der Leiste führen wir einen Katheter bis ins Herz und bringen ein kleines Clip-System an die Mitralklappe“, erläutert Dr. med. Olaf Altmann, Chefarzt und Medizinischer Direktor am Lausitzer Seenland Klinikum. Das Verfahren erfolge meist ohne offene Operation und eigne sich auch für Patienten, die operativ nicht optimal versorgbar seien.
Schnellere Wege für komplexe Fälle
Für die Menschen in Hoyerswerda und der gesamten Lausitz bedeute die Kooperation vor allem mehr Sicherheit, betonen die Partner. Komplexe Krankheitsbilder könnten frühzeitig gemeinsam bewertet werden. Sei eine hochspezialisierte Behandlung nötig, erfolge die Überweisung auf direktem Weg, sodass keine wertvolle Behandlungszeit verloren gehe. Viele Untersuchungen und Nachsorgeleistungen könnten weiterhin wohnortnah in Hoyerswerda erfolgen.
Zwischen zwei Sana-Herzzentren
„Wir sind hier in der glücklichen Lage, gleich zwischen zwei Sana-Herzzentren zu liegen, nämlich dem in Dresden und dem in Cottbus“, sagt Juliane Kirfe, Geschäftsführerin der Lausitzer Seenland Klinikum GmbH. So lasse sich wohnortnah eine Herzmedizin in der Lausitz anbieten, die es sonst nur in Großstädten gebe. Auch Oliver Wehner, Geschäftsführer der Herzzentrum Dresden GmbH Universitätsklinik, sieht in der Vereinbarung einen Gewinn für die Patientinnen und Patienten, die von einer Therapie vor Ort und der Abstimmung mit der universitären Herzmedizin profitierten.
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Red. / Presseinformation






