Auf der Landesstraße L 65 bei Wahrenbrück kommt es ab Freitag zu erheblichen Einschränkungen im Verkehr. Grund ist eine deutliche Verschlechterung des Zustands der Brücke über die Schwarze Elster. Wie der Landesbetrieb Straßenwesen mitteilte, wird das Bauwerk aus Sicherheitsgründen vollständig gesperrt. Die Sperrung betrifft alle Verkehrsteilnehmer und soll zunächst bis Ende Mai 2026 andauern. Eine Umleitung wird eingerichtet. Am morgigen Freitag gibt es vor Ort einen Info-Termin für alle Interessierten von 10 bis 12 Uhr.
Vollsperrung: Schäden haben deutlich zugenommen
Wie der Landesbetrieb Straßenwesen mitteilte, wird die Brücke im Zuge der L 65 in Wahrenbrück ab Freitag, dem 10. April 2026, um 9:00 Uhr vollständig gesperrt. Betroffen sind sowohl der motorisierte Verkehr als auch Radfahrer und Fußgänger. Die Sperrung soll nach aktuellem Stand voraussichtlich bis Ende Mai 2026 gelten. Hintergrund der Maßnahme ist laut Mitteilung eine erhebliche Zunahme von Schäden an der Brücke. Diese wurden mithilfe eines sogenannten Schallemissionsmonitorings festgestellt. Dabei handelt es sich um ein Verfahren, das frühzeitig Brüche im Inneren der Konstruktion erkennt. Die Brücke wurde im Jahr 1970 als Spannbetonbauwerk errichtet und steht bereits seit längerer Zeit unter besonderer Beobachtung. Der verwendete Spannstahl gilt heute als anfällig für sogenannte Spannungsrisskorrosion. Bereits nach Untersuchungen im Jahr 2025 war deshalb eine Gewichtsbeschränkung auf 16 Tonnen eingeführt worden. Wie der Landesbetrieb weiter mitteilte, sei die Vollsperrung notwendig, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Die jüngsten Messdaten hätten gezeigt, dass eine Nutzung des Bauwerks aktuell nicht mehr verantwortbar sei.
Umleitung über Bad Liebenwerda, weitere Untersuchungen
Während der Sperrung wird der Verkehr über Bad Liebenwerda umgeleitet. Die Umfahrung erfolgt über die Bundesstraßen B 183 und B 101. Verkehrsteilnehmer müssen sich entsprechend auf längere Fahrzeiten einstellen. Die Zeit der Sperrung soll genutzt werden, um weitere Erkenntnisse über den Zustand der Brücke zu gewinnen. Laut Landesbetrieb werden verschiedene Szenarien geprüft. Darunter auch Möglichkeiten, zumindest einen eingeschränkten Verkehr, etwa für Fußgänger, Radfahrer oder Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen, wieder zuzulassen. Ergebnisse dieser Prüfungen werden voraussichtlich Ende Mai 2026 erwartet. Bis dahin bleibt die Vollsperrung bestehen.
Neubau perspektivisch geplant
Ein Ersatzneubau der Brücke ist bislang für das Jahr 2028 vorgesehen. Der Landesbetrieb Straßenwesen prüft derzeit, ob eine schnellere Umsetzung möglich ist. Dabei spielen laut Mitteilung unter anderem personelle und finanzielle Kapazitäten sowie baurechtliche Voraussetzungen eine Rolle.
Vor-Ort-Termin am Freitag
Für Freitag, den 10. April 2026, bietet der Landesbetrieb Straßenwesen zwischen 10:00 und 12:00 Uhr einen Vor-Ort-Termin an der Brücke auf der Wahrenbrücker Seite an. Interessierte können dort Fragen stellen und sich über die Situation informieren.
Heute in der Lausitz – Unser täglicher Newsüberblick
Mehr Infos und News aus der Lausitzer und Südbrandenburger Region sowie Videos und Social-Media-Content von heute findet ihr in unserer Tagesübersicht –>> Hier zur Übersicht
Red. / Presseinformation




