Die Johanniter in Finsterwalde haben das Angebot ihrer Wärmestube ausgeweitet und öffnen die Einrichtung nun regelmäßig von Montag bis Donnerstag zwischen 10 und 14 Uhr für Menschen in schwierigen Lebenslagen. Das Angebot richtet nicht nur an obdachlose oder von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen, sondern auch an Personen, die durch steigende Lebenshaltungs- und Energiekosten zunehmend unter Druck geraten. In den Räumen der Wärmestube stehen warme und kalte Getränke, kleine Mahlzeiten, sanitäre Einrichtungen sowie bei Bedarf Kleidung und Schlafsäcke zur Verfügung. Darüber hinaus soll die Einrichtung als Ort der Begegnung, des Austauschs und der sozialen Teilhabe dienen. Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer begleiten die Besucherinnen und Besucher im Alltag, während hauptamtliche Fachkräfte sozialpädagogische Unterstützung anbieten und bei Bedarf an weiterführende Hilfsangebote vermitteln. Das Projekt wird gemeinsam mit dem Diakonischen Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und der Landeskirche umgesetzt und ist zunächst bis Ende 2026 angelegt. Die Wärmestube bietet Platz für bis zu 20 Menschen und soll Betroffenen eine niedrigschwellige Anlaufstelle mit verlässlichen Ansprechpartnern bieten.
Wärmestube bietet Hilfe ohne Hürden
Die Wärmestube befindet sich in der Johanniter-Dienststelle in Finsterwalde und ist nach Angaben der Organisation von Montag bis Donnerstag jeweils zwischen 10 und 14 Uhr geöffnet. Anders als der Name vermuten lässt, soll das Angebot nicht nur in den Wintermonaten zur Verfügung stehen. Die Einrichtung versteht sich ganzjährig als geschützter Aufenthaltsort bei Kälte, Hitze oder schlechtem Wetter.
Besucherinnen und Besucher erhalten dort warme und kalte Getränke sowie kleine Mahlzeiten. Häufig werden diese gemeinsam zubereitet. Darüber hinaus stehen sanitäre Einrichtungen und Waschmöglichkeiten zur Verfügung. Bei Bedarf können laut Johannitern auch Notfallkleidung oder Schlafsäcke ausgegeben werden.
Die Räumlichkeiten erstrecken sich über eine komplette Etage im ersten Obergeschoss und bieten Platz für bis zu 20 Menschen. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

Begegnung und Beratung stehen im Mittelpunkt
Neben den praktischen Hilfsangeboten soll die Wärmestube vor allem ein Ort für Begegnung und Austausch sein. Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer unterstützen nicht nur bei der Versorgung mit Speisen, Getränken oder Kleidung, sondern nehmen sich auch Zeit für Gespräche und gemeinsame Aktivitäten.
Wie die Johanniter mitteilten, stehen zusätzlich hauptamtliche Ansprechpartner für die Koordination und sozialpädagogische Begleitung zur Verfügung. Ziel sei es, soziale Isolation zu durchbrechen und Menschen wieder stärker in das gesellschaftliche Leben einzubinden.
Lars Greifenhagen, Fachbereichsleiter Soziale Arbeit bei den Südbrandenburger Johannitern, erklärte laut Pressemitteilung, dass Hilfe dort angeboten werden solle, wo sie unmittelbar benötigt werde. Die steigenden Lebenshaltungs- und Energiekosten würden viele Menschen belasten und könnten zu sozialer Isolation führen. Die Wärmestube solle deshalb nicht nur Schutz bieten, sondern auch Begegnung und Gemeinschaft ermöglichen.
Projekt soll auch langfristige Unterstützung ermöglichen
Nach Angaben der Johanniter endet das Angebot nicht bei der akuten Unterstützung im Alltag. Menschen in schwierigen Lebenssituationen können vor Ort auch sozialpädagogisch beraten und an weiterführende Hilfsangebote vermittelt werden. Dazu zählen beispielsweise Beratungsstellen, soziale Dienste oder Möglichkeiten der Unterbringung.
Die Erfahrungen aus der täglichen Arbeit sollen zudem helfen, bestehende Versorgungslücken frühzeitig zu erkennen und an kommunale Akteure weiterzugeben. Insbesondere bei Unterbringungsangeboten und niedrigschwelligen Hilfen könnten so bestehende Bedarfe sichtbarer werden.
Das Projekt wird gemeinsam mit dem Diakonischen Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz sowie der Landeskirche umgesetzt und ist zunächst bis zum 31. Dezember 2026 angelegt.
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Red. / Presseinformation




