Justizminister verleiht Verdienstorden an ehrenamtliche Unterstützerin der Betreuungsarbeit und würdigt Arbeit aller Seelsorger im Justizvollzug
„Die heutige Auszeichnung ist wirklich hoch verdient und sie nötigt mir Respekt ab. Schließlich gibt es so viele Möglichkeiten, sich ehrenamtlich zu engagieren. Nur sehr wenige bringen jedoch die Kraft auf, sich in ihrer Freizeit für Häftlinge einzusetzen. Sie, Frau Busse hatten diese Kraft.“ Mit diesen Worten überreichte Justizminister Helmuth Markov am Freitag der ehrenamtlichen Betreuerin Christel Busse die von Bundespräsident Joachim Gauck verliehene Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland.
Markov übergab die Verdienstmedaille des Verdienstordens, der umgangssprachlich auch Bundesverdienstkreuz genannt wird, stellvertretend für Ministerpräsident Dietmar Woidke im Rahmen eines festlichen Empfangs in der Justizvollzuganstalt Luckau-Duben. Er sagte: „Seit gut zwei Jahrzehnten betreuen Sie hier – zunächst in Luckau und nunmehr in Luckau-Duben Inhaftierte. Sie sind da für Gespräche – einzeln oder in der Gruppe. Sie geben Trost und Hilfe. Dafür meinen ganz herzlichen Dank an Sie und alle ihre Mitstreiterinnen und Mitstreiter.“ Der Justizminister würdigte in seiner Rede auch die Arbeit der anderen Seelsorgerinnen und Seelsorger des Landes, die mit ihrer Arbeit die Resozialisierungsbemühungen im Strafvollzug engagiert unterstützen würden: „Vielleicht kann man in einem solchen Umfeld am besten arbeiten, wenn man an das Gute im Menschen glaubt. Mit ihrer Arbeit geben sie den Gefangenen auf jeden Fall ein Stück Würde zurück. Würde trotz eines gebrochenen Lebenslaufes. Würde trotz allem, was misslungen ist und trotz all dem, was dem einen oder anderen nachts den Schlaf raubt“, sagte er. Die Seelsorge sei essentieller Bestandteil der Arbeit der Justiz und bilde eine Brücke von der abgeschlossenen Welt der Justizvollzugsanstalt hinein in die Gesellschaft. Der Verleihung wohnten neben zahlreichen Kommunal- und Landespolitikern auch Insassen der Anstalt bei.
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Foto: Wiki ArtMechanic
Quelle: Ministerium der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz



