Am Samstag, 2. April 2016, 10.00 Uhr lädt das Staatstheater zur offenen Probe der Verdioper „Don Carlos“ ins Große Haus ein.
Der Eintritt zur Offenen Probe ist frei.
Die Premiere findet unter der musikalischen Leitung von Evan Christ und in der Inszenierung von Martin Schüler zwei Wochen später am 16. April 2016 statt.
Um Frieden zwischen ihren Ländern zu stiften, sollen der Thronfolger Spaniens Don Carlos und die französische Prinzessin Elisabeth von Valois heiraten. Obwohl sich das Paar bereits kennen- und lieben gelernt hat, erhebt König Philipp II. plötzlich selbst Anspruch auf die junge Braut. Carlos muss auf Einfluss und Mitsprache verzichten und seine Geliebte als Stiefmutter akzeptieren. Über allem und jedem schwebt zudem noch das Schwert der heiligen Inquisition, der letztlich selbst der König ausgeliefert ist.
Nach dem Drama von Friedrich Schiller gestaltet Verdi das Räderwerk eines erbarmungslosen Apparates, das Menschen und deren Träume deformiert. In der großen Autodafé-Szene, die unter anderem während der Offenen Probe zu erleben ist, wird wirkungsvoll vorgeführt, wie es den sogenannten Ketzern ergeht, die Kritik an Monarchie oder Kirche üben: Sie werden auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Im Spannungsfeld intimer Arien, großer Dialogszenen, dramatischer Ensembles und einem musikalischen Tableau, dem Autodafé, geht es um Zementierung unumschränkten Macht oder um Selbstbestimmung bzw. um Überwindung privater und gesellschaftlicher Ohnmacht.
Zu erleben sind u.a. als Elisabeth Stella Motina, als Großinquisitor Jörn E. Werner und als Königs Philipp II. Tilmann Rönnebeck, der als Gast von der Semperoper gewonnen werden konnte.
Foto: Marlies Kross/Theaterfotografin
Plakat: Andreas Klose
Quelle: Brandenburgische Kulturstiftung Cottbus STAATSTHEATER COTTBUS






