Wie kann man Trink- und Abwassernetze kostengünstiger modernisieren? Diese Frage stand im Mittelpunkt des 1. Brandenburger Sanierungstag, zu dem die Brandenburgische
Wasserakademie in der vergangenen Woche an die BTU Cottbus-Senftenberg eingeladen hatte.
Rund 150 Vertreter von Verbänden, Kommunen und Firmen folgten dieser Einladung, denn in vielen Orten des Landes Brandenburg ist der Sanierungsbedarf hoch und das Geld
knapp. Verschärft werde diese Problematik durch das neue Urteil zum Thema Altanschließer, bestätigte auch der Cottbuser Oberbürgermeister Holger Kelch in seiner
Begrüßungsrede. Viele Abwasserprojekte in seiner Stadt hätten erst einmal gestoppt werden müssen, doch der Sanierungsbedarf bleibe. Deshalb seien Thema und Anliegen
dieses „1. Sanierungstages“ aktueller denn je.
Mit entsprechend großem Interesse verfolgten daher die Anwesenden die Ausführungen zu den verschiedenen grabenlosen Instandhaltungs- und Sanierungsverfahren in der Siedlungswasserwirtschaft. „Tief stechen und weit werfen, ist nicht mehr. Wir sanieren heute grabenlos“, betonte auch der Präsident der Brandenburgischen Wasserakademie Peter Sczepanski. Insbesondere im innerstädtischen Bereich und in Ballungsräumen gewinnen diese Verfahren immer mehr an Bedeutung und bieten bereits heute eine Möglichkeit, trotz steigendem Sanierungsbedarf die Preise bzw. Gebühren für die Kunden weiterhin bezahlbar zu gestalten.
Hintergrund:
Die Brandenburgische Wasserakademie wurde im Oktober 2015 gegründet. Zu deren Gründungsmitgliedern gehört die LWG Lausitzer Wasser GmbH & Co. KG. Die Wasserakademie widmet sich u.a. der Volks- und Berufsbildung, der Förderung von Natur- und Umweltschutz sowie der Wissenschaft und Forschung in der Siedlungswasserwirtschaft. Die Brandenburger Wasserakademie wird die Vorträge vom Sanierungstag und weitere Termine unter www.wasserakademie.de veröffentlichen.
Bild: Der Cottbuser Oberbürgermeister Holger Kelch (li.) im Gespräch mit dem Präsidenten der Brandenburgischen Wasserakademie Peter Sczepanski (Fotos: SPREE-PR/Petsch)