Seit dem 18.02.2014 können Cottbuser und andere Interessierte eine Ausstellung der BTU Cottbus-Senftenberg im Rathaus (Neumarkt 5) besuchen und sich zehn ausgewählte Visionen der Architekturbachelorstudenten anschauen. Am Mittwoch wurde sie von Baudezernentin Marietta Tzschoppe eröffnet, die betonte, vor welch großer Aufgabe die Region steht. Alte und neue Kulturlandschaften müssen zusammengeführt werden und auch der Zeitplan noch einmal enger gerafft werden. Bereits 2015 soll der Tagebau Cottbus-Nord beendet werden und wenige Jahre später die Flutung des 19 km² Areals, dass einmal der Ostsee werden soll, beginnen. Seit 1997 befinden sich die Anreiner in den Planungen, ein Inselrat wurde gegründet, in dem alle Anreiner sowie Vertreter der BTU involviert sind. Es gab verschiedene Studien und Pläne, aktuell wird über die Verwirklichung der Kaimauer gesprochen, sowie über die Gestaltung des Hafenareals und der Marina. „Der Tourismus wird ein wichtiger künftiger Wirtschaftsfaktor für die Region sein“, sagt Frau Tzschoppe „dabei sind wir auch auf die Unterstützung der Landesregierung angewiesen. Die in der Ausstellung gezeigten Realisierungsansätze werden in die Entwicklung der konkreten Pläne mit einfließen. Im März wird es eine Vorlage in der Stadtverordnetenversammlung dazu geben.
Der anwesende Professor Huckriede und Lehrstuhlmitarbeiter Henry Ribke, der die Studenten bei den Abschlussarbeiten begleitete, betonten, dass es keinerlei Vorgaben für die Gestaltung gab. Daher seien die Arbeiten auch nicht überzubewerten. „Uns ging es darum neue Ansätze zu versuchen, Dinge zu hinterfragen und auf den Prüfstand zu stellen. Die Studenten konnten in absoluter Freiheit arbeiten. Das macht es schwerer als man vielleicht denkt.“ Dinge wie Wirtschaftlichkeit und Statik mussten nur marginal beachtet werden.
In einem Workshop mit der FH Kärnten entwickelten Studenten ebenfalls Entwürfe für ein Forschungs- und Besucherzentrum sowie einer Wasserbühne.
Ebenfalls vor Ort war Helmut Geissler, Bürgermeister der Gemeinde Teichland, einer der Anreiner des Ostsees. Er schaute sich interessiert die Entwürfe an, meinte aber auch: „Es ist gut, dass an dem Thema weiter gearbeitet wird und Visionen entworfen werden, aber irgendwann müssen auch Entscheidungen getroffen werden, um die richtigen Möglichkeiten nutzen zu können. Pläne und Zeiträume sind unumgänglich.“
Die Ausstellung kann noch bis zum 28.02.2014 im Rathaus angeschaut werden.
Foto1: Tobias Hüttner will mit seinem Entwurf alt und neu verbinden. Das geplante Hotel ist der Förderbrücke F60 nachempfunden, das gleichzeitig zum Wahrzeichen des Ostsees werden soll.
Foto2: Das Hotel schlängelt sich entlang der Küste des künftigen Ostsees






