Der Caritasverband der Diözese Görlitz zeigt in Cottbus die Ausstellung „Kinder von Auschwitz“. Eröffnet wird sie am Dienstag, 10. November, um 15 Uhr im Caritas-Zentrum St. Johannes. Der Autor und Auschwitz-Forscher Alwin Meyer, der die Ausstellung konzipiert hat, hält dazu einen Vortrag.
Lebensgeschichten von Überlebenden aus 20 Ländern
Alwin Meyer dokumentiert seit mehr als fünf Jahrzehnten die Lebensgeschichten von Menschen, die als Kinder oder Jugendliche das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz überlebt haben. Die Ausstellung beruht auf langjährigen Interviews, die er mit Überlebenden aus 20 Ländern geführt hat.
Zu sehen sind 41 Roll-ups im Format 85 mal 200 Zentimeter mit ausgewählten Kurzbiografien ehemaliger Kinder von Auschwitz. Dazu kommen Tafeln zum historischen Kontext, zum Lager Auschwitz und zu weiteren Konzentrationslagern. Im Mittelpunkt stehen die persönlichen Lebensgeschichten. Sie machten deutlich, „welche Bedeutung Erinnerung, Menschlichkeit und Verantwortung für unsere Gegenwart haben“, schreibt der Caritasverband in seiner Einladung.
Vortrag und Gespräch mit Alwin Meyer zur Eröffnung
Zur Eröffnung hält Meyer einen etwa einstündigen, illustrierten Vortrag. Er berichtet von seinen Begegnungen mit Überlebenden, von ihren Erfahrungen im Lager und von den Folgen, die diese für ihr weiteres Leben hatten. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, mit ihm ins Gespräch zu kommen und Fragen zu stellen. Die Eröffnung ist öffentlich.
Meyer, Jahrgang 1950, besuchte das ehemalige Lager erstmals im Sommer 1971. Seine Recherchen veröffentlichte er 2015 im Buch „Vergiss deinen Namen nicht. Die Kinder von Auschwitz“. Nach seinen Angaben wurden mindestens 232.000 Säuglinge, Kinder und Jugendliche nach Auschwitz deportiert. Nur wenige von ihnen überlebten.
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Nach der Präsentation in Cottbus soll die Ausstellung „Kinder von Auschwitz“ an weiteren Orten in Brandenburg gezeigt werden. Eingeladen sind besonders Schulklassen und Jugendgruppen, aber auch alle anderen Interessierten. Das Caritas-Zentrum St. Johannes befindet sich in der Adolph-Kolping-Straße 15/16. Laufzeit und Öffnungszeiten der Ausstellung in Cottbus nennt die Einladung nicht. Auskunft gibt der Caritasverband der Diözese Görlitz unter Telefon 0355 38065 0.
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Red. / Presseinformation














