Die studentische Umweltgruppe EcoNET der BTU Cottbus-Senftenberg hat mit ihrem Projekt für einen Campus-Schwammgarten den Hauptpreis eines bundesweiten Nachhaltigkeitswettbewerbs gewonnen. Das Preisgeld von 3.500 Euro soll in die Umsetzung auf dem Zentralcampus in Cottbus fließen.
Hauptpreis beim DINI-Wettbewerb in Aachen
Die Studierenden stellten ihr Projekt „GUMNO. Der Campus-Schwammgarten“ am 10. September bei der Jahrestagung der Deutschen Initiative für Netzwerkinformation (DINI) und der Herbsttagung des ZKI in Aachen vor. Dort gehörten sie zu den Finalteams im Wettbewerb „Hochschule nachhaltig gestalten. Starte dein Zukunftsprojekt“ und erhielten den mit 3.500 Euro dotierten Hauptpreis.
Der DINI-Wettbewerb richtet sich bundesweit an Studierende aller Hochschulen und fand 2026 zum achten Mal statt. In der Begründung hob die Jury nach Angaben der BTU besonders die sehr gute Übertragbarkeit der Idee und die gute Einbindung von Forschung und Lehre hervor. Der Campus-Schwammgarten war eine von drei studentischen Ideen der BTU, die an der Ausschreibung teilnahmen.
Schwammgarten soll Regenwasser auf dem Campus halten
GUMNO bedeutet im Niedersorbischen „Garten“. Einen von Studierenden genutzten Garten gibt es am Zentralcampus bereits, die Umweltgruppe will ihn nun neu ausrichten und deutlich erweitern. Der Campus-Schwammgarten soll auf einer neuen Fläche neben dem Postgebäude der Universität entstehen.
Aus dem bisherigen Gemeinschaftsgarten soll ein Projekt zur Klimaanpassung werden. Regenwasser soll möglichst vor Ort aufgefangen und genutzt werden, Pflanzen sollen für natürliche Kühlung sorgen und zusätzlichen Raum für Artenvielfalt bieten. Als Reallabor soll der Garten Ansätze zur Wasserrückhaltung, zur Bodenverbesserung und zur Kühlung des Mikroklimas erproben. Geplant sind unter anderem Pergolen, Hoch- und Hügelbeete sowie weitere modulare Elemente ohne dauerhafte Betonfundamente.
Studierende aus fünf Ländern in der Gruppe EcoNET
In EcoNET arbeiten Studierende aus Deutschland, den USA, Bangladesch, Sri Lanka und Pakistan zusammen. Die Gruppe gab sich ihren Namen zu Beginn des Sommers 2026, zuvor hatte sie im Winter gemeinsam mit dem NABU ein Umweltquiz organisiert. Sie arbeitet eng mit dem Referat Umwelt im Studierendenrat zusammen. Begleitet wurde sie von Olga Pashulia, Koordinatorin für das Umweltmanagement an der BTU.
Angestoßen hat die Weiterentwicklung des Gartens Meagan Moore, Studentin im Studiengang Environmental and Resource Management. Am Konzept und an der Bewerbung wirkten außerdem Sourav Ganguly, Imam Mehedi Ashfi, Hadija Munir, Minidi Vitharana, Ayesha Moshtaq, Florian Tamma, Mariia Gerasimova und Emilia Riemer mit.
Preisgeld als Grundstein für die Umsetzung
Das Preisgeld nennt die BTU einen wichtigen Grundstein für das Vorhaben. Nach dem Rückbau des bisherigen Gartens soll die neue Fläche schrittweise bearbeitet und das Konzept weiter ausgearbeitet werden. Ihre Erfahrungen wollen die Studierenden mit anderen Hochschulen teilen, die ähnliche studentische Projekte zur Klimaanpassung verfolgen.
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