Am kommenden Samstag wird Cottbus wieder zur großen Entdeckertour. Bei der 18. Nacht der kreativen Köpfe öffnen 20 Unternehmen und Einrichtungen von 18 bis 24 Uhr ihre Türen. Sie zeigen Orte, Technik und Arbeitswelten, die sonst meist verborgen bleiben. Das Jahresthema lautet „Energie & Wandel“. Projektleiter Ole Schmalfuß vom Veranstalter pool production rät, sich ein Ticket im Vorverkauf zu sichern. Im vergangenen Jahr gingen nur noch wenige Restkarten an die Abendkassen. Acht Themenrouten helfen bei der Planung. Shuttlebusse und eine Straßenbahn verbinden die Stationen. Mehr dazu im Talk ->> Hier anschauen.
Lebendigste Nacht mit spannenden Einblicken
„Es ist Forschung dabei, es ist Mittelstand mit Technik dabei, Wirtschaft und ein Schulstandort. Wir haben wieder das komplette Bild der Stadt eingefangen“, sagt Ole Schmalfuß im Gespräch mit NL aktuell. Das Jahresthema werde auf die verschiedensten Arten beleuchtet. Gerade Familien kämen beim Blick hinter die Kulissen auf ihre Kosten.
Die Stadt- und Regionalbibliothek hat sich in diesem Jahr laut Schmalfuß dem Thema Japan verschrieben. Am Ludwig-Leichhardt-Gymnasium träfen sich die weiterführenden Schulen, die ebenfalls einen Japan-Schwerpunkt haben. Die BTU sei wieder mit ihren Klassikern dabei. Wer sich für Technik interessiert, könne den Cottbuser Mittelstand erkunden. Schmalfuß nennt die Werkstatt von Orthopädie- und Rehatechnik Zimmermann, AQUA TOOL und Cottbuser Baumaschinen und Gleisbau (COBUG), die neue Entwicklungen zeigen. Im Autohaus Cottbus könne man einsteigen, mitfahren und sich erklären lassen, was es Neues auf dem Fahrzeugmarkt gibt.
Insgesamt reicht das Programm vom virtuellen Flug zum Mond über den Blick in einen Hybrid-OP bis zum Blackout-Szenario bei der Feuerwehr. Mit dabei sind die BTU Cottbus-Senftenberg, die Medizinische Universität Lausitz Carl Thiem, das Sana Herzzentrum, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), die Berufsfeuerwehr Cottbus, die LEAG, der Zoll, die IHK Cottbus, Radio Cottbus, das Dieselkraftwerk, das Glad-House, die Stadt- und Regionalbibliothek, der Startblock B2 und das Ludwig-Leichhardt-Gymnasium. Hinzu kommen das Autohaus Cottbus, COBUG, AQUA TOOL, das Sanitätshaus Zimmermann, das Ronald McDonald Haus und das Bestattungshaus „Pietät“ Koeppen am Südfriedhof. An den Stationen gibt es Unterhaltung, Mitmachaktionen und Angebote mit Essen und Getränken.
Acht Themenrouten für die eigene Tour
Auf der neuen Website ndkk.de hat der Veranstalter das Programm in acht Themenrouten sortiert. Eine Route bündelt die Angebote für Familien mit Kindern, eine weitere die Vorträge, darunter Fachvorträge an den Instituten der Universitäten. Wer sich für Fahrzeuge und große Maschinen begeistert, findet eine eigene Route. Für Schüler und Studieninteressierte gibt es die Karriereroute zu Ausbildungs- und Studienplätzen. „Ich informiere mich zwischen 18 und 24 Uhr nicht auf einer Jobmesse, nicht an einem Standard-Tag der offenen Tür, sondern habe wirklich mal die Chance, hinter die Kulissen zu schauen und Fragen zu stellen“, beschreibt Schmalfuß die Idee. Alle Routen und das komplette Programm gibt es auf [ndkk.de ->> Hier entlang.].
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Tickets: Vorverkauf bis Samstagvormittag
Der Vorverkauf laufe sehr gut, sagt Schmalfuß. Tickets gebe es im Vorverkauf noch bis Samstagvormittag. Wer vorab eine Karte hat, kann an jeder beliebigen Station starten und muss nicht zu einem Ort mit Abendkasse.
Im Vorverkauf kostet ein Einzelticket 13 Euro, ermäßigt 10 Euro. An der Abendkasse sind es 15 Euro, ermäßigt 12 Euro. Das Familien- und Gruppenticket für bis zu vier Personen kostet 35 Euro im Vorverkauf und 40 Euro an der Abendkasse. Kinder bis sechs Jahre haben freien Eintritt. Ermäßigt zahlen unter anderem Schüler, Auszubildende, Studierende, Rentner und Menschen mit Behinderung, deren Begleitperson frei ist. Vorverkaufsstellen sind der CottbusService in der Stadthalle, das Medienhaus der Lausitzer Rundschau und das Brandenburgische Landesmuseum für moderne Kunst im Dieselkraftwerk. Abendkassen gibt es in der Stadthalle, im Startblock B2, im Sana Herzzentrum und bei der LEAG.
Mit Shuttle und Straßenbahn durch die Stadt
Die Route führt in diesem Jahr von der Stadtmitte bis in den Cottbuser Süden. Zwei Buslinien fahren dieselbe Strecke in entgegengesetzter Richtung im 20-Minuten-Takt und halten an allen Orten. Wo es keine Haltestelle gibt, richtet Cottbusverkehr eine ein. „Man kann wirklich einfach aus dem Bus stolpern und reingehen“, sagt Schmalfuß. Parallel schickt Cottbusverkehr gemeinsam mit der GWC eine Straßenbahn durch die Stadt, die die Orte in der Innenstadt anbindet. Das Ticket gilt von 17 Uhr am Samstag bis 2 Uhr am Sonntag für den Shuttleservice sowie für Busse und Bahnen von Cottbusverkehr in den Tarifzonen A und B.
Ein Wiedersehen nach knapp zehn Jahren
Für Ole Schmalfuß selbst hat die Nacht eine persönliche Note. Vor knapp zehn Jahren war er als Besucher beim Bestattungshaus „Pietät“ Koeppen, das in diesem Jahr wieder dabei ist. „Das Thema ist für viele noch ein bisschen befremdlich. Aber man ist auf dem Weg, es zu enttabuisieren, kann Fragen stellen, Antworten bekommen und vielleicht mit einem ganz anderen Gefühl rausgehen“, erzählt er. Einen Tipp hat er noch für alle Gäste: „Alle 20 Orte schafft man an einem Abend nicht. Aber ich hoffe, jeder geht zufrieden und ein bisschen schlauer aus der Nacht raus.“
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