Energieeffiziente Wohnungen kosten in Oder-Spree im Schnitt 43 Prozent mehr als Wohnungen mit schlechtem Energiestandard. In Dahme-Spreewald liegt der Aufschlag bei 23 Prozent, in Cottbus bei 12 Prozent. Das zeigt der Postbank Wohnatlas 2026. Für die übrigen Lausitzer Kreise gibt es zu wenige Angebote.
Energieeffiziente Wohnungen in der Lausitz im Preisvergleich
Das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut hat alle Angebote für Eigentumswohnungen ausgewertet, bei denen eine Energieeffizienzklasse angegeben war, im Bestand und im Neubau. Als energieeffiziente Wohnungen gelten dabei die Klassen A+ bis D. Verglichen wurden sie mit Wohnungen der Klassen E bis H, die meist einen Sanierungsbedarf haben.
In Oder-Spree kostet eine Wohnung der besseren Klassen im Schnitt 3.692 Euro je Quadratmeter, eine Wohnung der schlechteren Klassen 2.582 Euro. Der Unterschied von rund 1.110 Euro je Quadratmeter macht bei 70 Quadratmetern fast 78.000 Euro aus. In Dahme-Spreewald liegen die Preise bei 4.118 und 3.340 Euro, in Cottbus bei 2.811 und 2.508 Euro. Dort beträgt der Aufpreis für 70 Quadratmeter also nur rund 21.000 Euro.

Viele energieeffiziente Wohnungen in Oder-Spree und Cottbus
Im Vergleich mit Deutschland fällt der Aufschlag in Oder-Spree hoch aus. Der mittlere Wert aller Regionen mit genug Angeboten liegt bei 27 Prozent, in Berlin bei 21 Prozent. Cottbus gehört dagegen zu den Städten mit dem geringsten Aufpreis für energieeffiziente Wohnungen.
Zugleich ist das Angebot an guten Wohnungen in der Region groß. In Oder-Spree haben knapp 50 Prozent aller Angebote die Klasse D oder besser, das ist Platz 8 in Deutschland. In Cottbus sind es 42 Prozent, in Dahme-Spreewald 38 Prozent. Bundesweit liegt der Anteil bei 35 Prozent. Nach Angaben der Postbank gibt es vor allem in Ostdeutschland und Südbayern viele Regionen mit einem hohen Anteil energieeffizienter Wohnungen, Spitzenreiter ist der Landkreis Potsdam-Mittelmark mit fast 55 Prozent. Ganz anders die Nachbarn im Osten: In Frankfurt (Oder) haben nur knapp 18 Prozent der angebotenen Wohnungen die Klasse D oder besser, im sächsischen Landkreis Görlitz sogar nur gut 13 Prozent, der niedrigste Wert in Deutschland.
Warum der Energiestandard beim Kauf wichtiger wird
Hohe Energiepreise machen energieeffiziente Wohnungen mit niedrigen Heizkosten attraktiver. Dazu kommt die EU-Gebäuderichtlinie. Sie soll den durchschnittlichen Energieverbrauch von Wohngebäuden bis 2030 um 16 Prozent und bis 2035 um 20 bis 22 Prozent senken, in Deutschland umgesetzt über das Gebäudeenergiegesetz. „Wichtig ist dabei ein genauer Blick in Details, um Mängel und Sanierungsbedarfe beim Kauf einschätzen zu können“, sagt Manuel Beermann von der Postbank. Bei Eigentumswohnungen entscheidet zudem die Eigentümergemeinschaft über energetische Maßnahmen am Haus.
Für Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz und Spree-Neiße weist die Studie keine Werte aus, weil dort zu wenige Wohnungen mit Angabe der Effizienzklasse angeboten wurden. Mit diesem Beitrag endet die Serie „Wohnen in der Lausitz“. Alle Teile im Überblick: Wohnungspreise bis 2035, der Preissprung in Cottbus, Kaufen oder Mieten und Neubau oder Bestand.
Newsletter
Die Lausitz am Abend – in zwei Minuten
Jeden Abend das Wichtigste aus der Region – und donnerstags die Veranstaltungstipps fürs Wochenende. Kostenlos und jederzeit abbestellbar.
VollzeitBewerbung bis 31.12.Junior Projektleiter Schaltanlagen (m/w/d)LEAG Clean Power GmbH · CottbusZur Stelle →Alle 402 Stellen in Südbrandenburg →Red. / Presseinformation













