Wer in Cottbus mit Bus und Straßenbahn fährt, zahlt für den Einzelfahrschein auch ab Januar 2027 weiter 2,70 Euro. Teurer werden dagegen Abo, Tageskarte und die Tickets in den Landkreisen. Das geht aus der Tabelle mit den neuen Fahrpreisen des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg (VBB) hervor, die Niederlausitz aktuell vorliegt.
Neue Fahrpreise in Cottbus ab dem 1. Januar 2027
Im Schnitt steigen die Fahrpreise im VBB zum 1. Januar um 3,72 Prozent, wie der Verbund am Donnerstag mitteilte. In Cottbus bleiben Einzelfahrschein AB (2,70 Euro, ermäßigt 1,80 Euro) und 4-Fahrten-Karte (9,20 Euro) im Preis gleich. Die ermäßigte 4-Fahrten-Karte kostet künftig 6,40 statt 6,20 Euro, der Einzelfahrschein ABC 3,60 statt 3,50 Euro.
Die 24-Stunden-Karte AB steigt von 5,60 auf 5,90 Euro, ermäßigt von 4,10 auf 4,30 Euro. Die Monatskarte AB (VBB-Umweltkarte) kostet 53,00 statt 52,40 Euro. Deutlicher steigt das Abonnement: Es kostet künftig 43,00 statt 39,90 Euro im Monat. Das VBB-Abo 63vorOrt wird von 34,30 auf 36,00 Euro angehoben.
Für Auszubildende sowie Schülerinnen und Schüler in Cottbus kostet die Monatskarte AB 40,50 statt 40,20 Euro, das Abo 31,00 statt 30,20 Euro im Monat. Das Mobilitätsticket Brandenburg steigt von 26,20 auf 26,50 Euro. Beim VBB-Firmenticket fällt die Variante mit 4 Euro Rabatt weg.
Fahrpreise in den Landkreisen richten sich nach Waben
In den Landkreisen Spree-Neiße, Oberspreewald-Lausitz, Elbe-Elster und Dahme-Spreewald gelten keine eigenen Preise je Kreis. Der VBB rechnet dort nach Waben, also Tarifzonen, beziehungsweise nach Kilometern. Ein Einzelfahrschein für bis zu zwei Waben kostet künftig 2,30 statt 2,20 Euro, für drei Waben 3,30 statt 3,20 Euro und für vier Waben 4,10 statt 4,00 Euro. Die 24-Stunden-Karte für bis zu zwei Waben steigt von 4,20 auf 4,40 Euro.
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Die Monatskarte für bis zu zwei Waben kostet 63,80 statt 61,60 Euro, für einen ganzen Landkreis 123,00 statt 118,60 Euro. Im Abo zahlen Fahrgäste für einen Landkreis künftig 102,50 statt 98,80 Euro im Monat. Für Auszubildende und Schüler kostet die Monatskarte für einen Landkreis 90,30 statt 87,00 Euro. In Orten mit eigenem Stadtlinienverkehr kostet der Einzelfahrschein künftig 2,20 Euro, bisher waren es je nach Ort 2,00 oder 2,10 Euro.
Warum der VBB die Fahrpreise erhöht
Der VBB begründet die Anpassung mit weiterhin hohen Kosten im Nahverkehr, vor allem mit der Inflation und nötigen Investitionen in Fahrzeuge und Infrastruktur. Grundlage ist ein Tarifindex, der die Entwicklung von Lebenshaltungs-, Strom- und Kraftstoffkosten über 60 Monate berücksichtigt. Die Fahrgeldeinnahmen allein reichten nicht aus, um die Kosten zu decken, teilt der Verbund mit. Der VBB verweist zudem auf die Forderung der Länder an den Bund, die im Koalitionsvertrag angekündigte Erhöhung der Regionalisierungsmittel zügig umzusetzen. Mit diesem Geld unterstützt der Bund den Nahverkehr in den Ländern.
Zuletzt hatte der VBB die Preise zum Jahreswechsel 2026 angehoben, der Einzelfahrschein in Cottbus stieg damals auf 2,70 Euro (wir berichteten). Im Voraus gekaufte Fahrscheine zum Entwerten, deren Preis sich ändert, gelten noch bis zum 30. Juni 2027 oder können beim Verkehrsunternehmen erstattet werden. Alle Preise stehen laut VBB unter dem Vorbehalt der Tarifgenehmigung.
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