Prof. Gesine Grande bleibt Präsidentin der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU): Am heutigen Montag überreichte ihr Wissenschaftsministerin Manja Schüle in einer kleinen Zeremonie im Präsidentinnenbüro die Ernennungsurkunde. Damit kann Grande planmäßig zum 1. Oktober ihre zweite Amtszeit antreten, die – wie an der BTU üblich – sechs Jahre dauert. Der akademische Senat der Universität hatte sich bereits im Mai mit absoluter Mehrheit für sie ausgesprochen.
„Ein starker Motor des Strukturwandels“
Grande wertete die Wiederwahl als Anerkennung: „Die Ernennung für eine zweite Amtszeit sehe ich als eine sehr große Wertschätzung für die Ergebnisse unserer Arbeit in den vergangenen Jahren“, erklärte sie. Sie wolle auf dem Erreichten aufbauen und zugleich neue Ziele in den Blick nehmen – den Wissenschaftsstandort weiter voranbringen, Forschungsschwerpunkte ausbauen und die BTU im nationalen und internationalen Wettbewerb besser positionieren. „Dabei wollen wir wissenschaftlichen Anspruch und Verantwortung für die Lausitz zusammenbringen.“
Ministerin Schüle würdigte die Bilanz der vergangenen Jahre. Die BTU sei „ein starker Motor des Strukturwandels in der Lausitz“ – mit zahlreichen Forschungsprojekten und Kooperationen aus Wissenschaft und Wirtschaft. Zugleich habe die Universität ihr Profil mit neuen Studiengängen wie dem Lehramtsstudium und den Hebammenwissenschaften geschärft. Schüle hob zudem hervor, dass die BTU als eine der ersten Hochschulen in Deutschland ein Handlungskonzept gegen rechtsextreme Einflussnahme entwickelt und eine Monitoringstelle eingerichtet habe. Bemerkenswert sei außerdem, dass die Studierendenzahlen entgegen dem Bundestrend wieder steigen. „Für diesen Erfolg gibt es einen Namen: Gesine Grande“, so die Ministerin. Sie habe der zweitgrößten Hochschule und einzigen Technischen Universität des Landes „Strahlkraft und Schub gegeben“.
Zur Person
Gesine Grande, Jahrgang 1964, studierte Psychologie an der Universität Leipzig, wurde 1997 in Bielefeld als Doctor of Public Health promoviert und 2012 an der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig habilitiert. Sie war Professorin an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK) sowie an der Universität Bremen. Vor ihrer Wahl zur BTU-Präsidentin im Jahr 2020 leitete sie eine Amtszeit lang als Rektorin die HTWK Leipzig.
Über die Universität hinaus ist Grande vielfach engagiert – unter anderem im Aufsichtsrat des Leibniz-Instituts für innovative Mikroelektronik (IHP) und der Leipziger Messe, als Vorsitzende des Lausitz Science Network sowie als Kuratoriumsmitglied der Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz und der Max-Grünebaum-Stiftung.
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Red.




