Am kommenden Samstag und Sonntag wird die Sportanlage des Reitvereins Sielow zum Anziehungspunkt für Pferdefreunde: Beim 6. Regionalen Reit- und Springturnier werden über 100 Pferde und Reiter erwartet. Für die Aktiven des gastgebenden Vereins sind die Prüfungen dabei eine besondere Herausforderung – schließlich geht es vor heimischem Publikum an den Start. Zu den Starterinnen des Gastgebers zählt Leonie Urspruch. Sie kennt das Gefühl, in Sielow vorn dabei zu sein: Beim Turnier vor einem Jahr gewann sie eine Prüfung der Klasse A. In diesem Jahr geht sie mit ihrer Stute Pandera S in der L- und M-Tour an den Start – jeweils in den L- und M-Springen am Samstag und Sonntag.
„Wir stapeln erstmal tief“
Vor dem Heimturnier gibt sich die Reiterin im Gespräch mit Sportreporter Georg Zielonkowski bescheiden. „Wir stapeln erstmal tief. Durchkommen ist alles – aber natürlich würde man sich über jede Platzierung freuen“, sagt Urspruch. Mit ihrer achtjährigen Stute verbindet sie eine besondere Geschichte: „Ich kenne meine Stute quasi von Geburt an, habe sie fünfjährig gekauft und selbst angeritten.“ Pandera S sei ein „totales Kämpferherz“, das immer über die Hindernisse wolle. „Wir haben uns mittlerweile gut eingefunden im Parcours und hoffen, das jetzt auch zeigen zu können.“
Als bislang größte gemeinsame Erfolge nennt sie die ersten Platzierungen in den Klassen L und M – und einen besonderen Meilenstein in dieser Saison: „Wir sind dieses Jahr das erste Mal im 1,30-Meter-Springen gestartet.“ Eine große Leistung, wie sie betont, schließlich habe sie das Pferd selbst dorthin gebracht und zuvor keine Springerfahrung gehabt. „Wir sind beide zusammen reingewachsen.“
Heimvorteil und ein neuer Boden
Ein Start vor der eigenen Haustür bringt für Urspruch beides mit – Vorfreude und ein wenig zusätzlichen Druck. „Man kann den Parcours vorher mit dem Pferd angucken“, sagt sie. „Aber es ist auch aufregend, weil Familie und Freunde zuschauen.“ In Sielow zu starten, mache aber „wahnsinnig viel Spaß“.
Ausdrücklich lobt sie die verbesserten Bedingungen auf der Anlage – dank eines neuen Bewässerungsplatzes. „Wir haben jetzt ganz andere Trainingsbedingungen. Die Pferde springen auf dem Boden wahnsinnig gut“, berichtet sie. Der gute Untergrund habe manchen Schritt in die höhere Klasse erleichtert. Für die Reiterin, die hauptberuflich in der Verwaltung arbeitet und ihre Nachmittage nahezu täglich auf der Anlage verbringt, ist der Sport eine Herzensangelegenheit: „Ich liebe, was ich tue, das ist meine Leidenschaft. Da opfert man gerne viel Zeit.“
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