Die Stadt Cottbus will die ärztliche Versorgung in der Innenstadt bündeln und plant dafür ein neues Gesundheitszentrum am Berliner Platz. Für den Betrieb dieses „Primärversorgungszentrums“ mit dem Namen „Primär Cottbus“ sucht die Stadt nun einen Partner – und hat dafür eine sogenannte Markterkundung gestartet. Vereinfacht gesagt: Die Stadt fragt zunächst unverbindlich am Markt herum, welche Anbieter überhaupt Interesse hätten, ein solches Zentrum zu führen.
Was ist ein Primärversorgungszentrum?
Hinter dem sperrigen Begriff steckt die Idee, verschiedene Gesundheitsberufe unter einem Dach zusammenzubringen. Statt einzelner, verstreuter Praxen sollen Patientinnen und Patienten an einer Stelle versorgt werden – mit einem allgemeinmedizinischen Schwerpunkt, also der klassischen Hausarztversorgung, ergänzt um fachärztliche Angebote. „Interprofessionell“ nennt die Stadt das: Ärzte und weitere Gesundheitsberufe arbeiten eng zusammen. Ein solches Zentrum soll helfen, die ambulante Versorgung in Cottbus zukunftsfest zu machen – gerade mit Blick auf den bundesweiten Ärztemangel.
Standort am Berliner Platz, Nähe zur Uni-Medizin
Als Standort ist eine Immobilie am Berliner Platz vorgesehen, in unmittelbarer Nähe des Rathauses. Rund 1.000 Quadratmeter Nutzfläche sind eingeplant. Eine Besonderheit: Das Zentrum soll wissenschaftlich begleitet und mit der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem (MUL-CT) verknüpft werden. Behandlung und Forschung sollen also zusammenspielen.
Die Rollen sind dabei klar verteilt. Die Stadt übernimmt eine koordinierende Aufgabe und begleitet die Projektentwicklung – betreiben soll das Zentrum aber nicht die Stadt selbst. Der künftige Partner soll den Betrieb eigenverantwortlich organisieren und die personellen, wirtschaftlichen und organisatorischen Voraussetzungen schaffen.
Noch kein Vergabeverfahren
Wichtig zur Einordnung: Die jetzige Markterkundung ist ausdrücklich noch keine Ausschreibung und keine Aufforderung, ein Angebot abzugeben. Sie dient nur dazu, den Markt zu sondieren und mögliche Partner kennenzulernen. Erst auf dieser Grundlage will die Stadt über das weitere Vorgehen bei der Auswahl entscheiden.
Interessierte Unternehmen und Institutionen finden das Formular zur unverbindlichen Interessenbekundung auf der städtischen Internetseite unter www.cottbus.de. Es muss bis spätestens 30. September 2026 bei der Stadt eingehen. Für Rückfragen – etwa zum Konzept „Primär Cottbus“ – steht das Büro des Oberbürgermeisters zur Verfügung.
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Red. / Presseinformation




