Vertreter der Stadt Cottbus haben sich bei einer Delegationsreise in Australien intensiv mit dem Strukturwandel in ehemaligen Kohleregionen beschäftigt. Ziel war es laut Stadt, konkrete Ansätze und Erfahrungen für die Weiterentwicklung des Net Zero Valley Lausitz zu gewinnen. Im Austausch mit internationalen Akteuren standen vor allem neue Technologien, Energieprojekte und die Nachnutzung von Industrieflächen im Fokus. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen nun in die strategische Ausrichtung der Region einfließen und den Wandel vor Ort unterstützen. Mehr dazu im Video ->> Hier klicken
Erfahrungen aus Australien für Strukturwandel nutzen
Wie die Stadt Cottbus mitteilt, haben Vertreter der Verwaltung im März 2026 an einer internationalen Delegationsreise nach Australien teilgenommen. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie der Strukturwandel in Kohleregionen erfolgreich gestaltet werden kann. Vom 8. bis 13. März waren Dr. Maria Marquardt und Dr. Markus Niggemann in der Region New South Wales unterwegs und nahmen dort an einem intensiven Austausch teil. Die Reise lief unter dem Titel „Beyond Coal – Transformation through Innovation“ und bot laut Stadt Einblicke in eine Region, die sich ähnlich wie die Lausitz im Wandel befindet. Auch dort steht der Ausstieg aus der Kohle im Fokus. Dabei zeigten sich Parallelen, aber auch neue Ansätze, etwa bei der Entwicklung innovativer Technologien und neuer Industriezweige.
Net Zero Valley Lausitz im internationalen Fokus
Ein zentraler Bestandteil der Reise war die Präsentation des Net Zero Valley Lausitz im Rahmen der „Hunter Agenda 2026“ in Newcastle. Nach Angaben der Stadt stieß das Konzept auf großes Interesse bei Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Besonders der Ansatz, eine klimaneutrale Industrieregion aufzubauen und dabei Innovation, Infrastruktur und regionale Wertschöpfung zu verbinden, wurde intensiv diskutiert.
Laut Dr. Maria Marquardt habe die Delegation vor Ort erlebt, wie Strukturwandel aktiv gestaltet werden könne. Gleichzeitig seien wichtige Unternehmenskontakte entstanden. So habe das australische Start-up Hysata bereits Verbindungen zum Fraunhofer-Institut in Dresden, das auch im Beirat des Net Zero Valley vertreten ist. Daraus könnten sich laut Marquardt weitere Kooperationen entwickeln.
Konkrete Ansätze für die Lausitz identifiziert
Während des Aufenthalts besuchte die Delegation verschiedene Industrie- und Innovationsstandorte sowie ehemalige Kohleminen. Dabei standen unter anderem die Umnutzung von Bergbauflächen, neue Energiespeicherlösungen und der Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft im Fokus. Auch sogenannte Clean-Energy-Standorte spielten eine wichtige Rolle. Dr. Markus Niggemann erklärte laut Stadt, viele Herausforderungen seien mit der Lausitz vergleichbar. Gleichzeitig hätten sich neue Perspektiven ergeben, etwa bei der Nachnutzung von Industrieflächen oder bei innovativen Energielösungen. Diese Ansätze sollen nun in die strategische Ausrichtung des Net Zero Valley Lausitz einfließen.
Internationaler Austausch soll weiter vertieft werden
Die Stadt Cottbus sieht in dem internationalen Austausch einen wichtigen Baustein für die Entwicklung der Region. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen dabei helfen, die Lausitz als Modellregion für klimaneutrale Industrie weiter voranzubringen. Bereits für Mitte des Jahres ist nach Angaben der Stadt ein Gegenbesuch geplant. Vertreter aus Australien wollen dann die Lausitz besuchen und sich vor Ort ein Bild vom Net Zero Valley machen. Ziel ist es, den Austausch weiter zu vertiefen und mögliche Kooperationen auszubauen.
Heute in der Lausitz – Unser täglicher Newsüberblick
Mehr Infos und News aus der Lausitzer und Südbrandenburger Region sowie Videos und Social-Media-Content von heute findet ihr in unserer Tagesübersicht –>> Hier zur Übersicht
Red. / Presseinformation



