Der Piccolo Jugendklub aus Cottbus hat es mit seinem Stück „ANNE“ in die Endauswahl des bundesweiten Theatertreffens der Jugend 2026 geschafft. Wie aus einer Mitteilung des Piccolo Theaters hervorgeht, zählt die Produktion damit zu den sieben ausgewählten Inszenierungen aus ganz Deutschland. Die Einladung führt die Gruppe Ende Mai zu den Berliner Festspielen. Für den Jugendklub ist es bereits die fünfte Teilnahme an dem renommierten Festival.
Piccolo Cottbus beim Theatertreffen der Jugend
Der Piccolo Jugendklub unter der Spielleitung von Matthias Heine hat mit dem Stück „ANNE“ die Jury des 47. Theatertreffens der Jugend überzeugt. Wie das Theater mitteilt, wurden aus mehr als 100 Bewerbungen aus allen 16 Bundesländern zunächst 16 Produktionen ausgewählt und live gesichtet. Am Ende setzte sich die Inszenierung aus Cottbus durch und gehört nun zu den sieben eingeladenen Stücken aus fünf Bundesländern.
Das Festival findet vom 30. Mai bis 6. Juni im Haus der Berliner Festspiele statt und gilt als wichtigster bundesweiter Wettbewerb für junges Theater. Neben Aufführungen stehen laut Veranstaltern auch Workshops, Begegnungen und fachliche Diskussionen auf dem Programm.
Fünfte Einladung für den Jugendklub
Für den Piccolo Jugendklub ist die Einladung keine Premiere. Bereits in den Jahren 2017, 2020, 2023 und 2025 war die Gruppe beim Theatertreffen vertreten. Die erneute Auswahl unterstreicht die kontinuierliche Arbeit des Ensembles und die Qualität der Produktionen, wie aus der Mitteilung hervorgeht.
Der Wettbewerb soll jungen Theatergruppen aus Schulen, freien Initiativen und Theaterclubs die Möglichkeit geben, ihre Arbeiten bundesweit zu präsentieren und sich miteinander zu vergleichen. Gleichzeitig erhalten die Teilnehmenden Einblicke in unterschiedliche Formen des Darstellenden Spiels.
Stück „ANNE“ greift Geschichte von Anne Frank auf
Die Produktion „ANNE“ basiert auf dem Tagebuch von Anne Frank und setzt sich mit ihrem Leben, Wirken und Sterben auseinander. Die Inszenierung entstand in der Spielzeit 2024/2025 und wurde am 26. April 2025 im Piccolo Theater uraufgeführt.
Im Mittelpunkt steht die Geschichte des jüdischen Mädchens, das sich während der nationalsozialistischen Besatzung der Niederlande mit seiner Familie verstecken musste. Nach zwei Jahren im Versteck wurde die Familie entdeckt und deportiert. Anne Frank wurde im Februar 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen ermordet.
Für die Erarbeitung des Stücks setzte sich der Jugendklub intensiv mit der historischen Vorlage auseinander. Die Gruppe recherchierte, besuchte unter anderem das Anne-Frank-Haus in Amsterdam und näherte sich dem Thema über Schreibworkshops. Die Darstellerinnen und Darsteller im Alter von 16 bis 20 Jahren brachten dabei unterschiedliche Perspektiven in den Prozess ein, darunter auch jüdische Sichtweisen.
Theaterarbeit als Auseinandersetzung mit Erinnerung
Mit der Inszenierung verfolgt der Jugendklub laut eigener Darstellung das Ziel, neue Zugänge zur Erinnerungskultur zu schaffen. Die Produktion fragt danach, wie historische Ereignisse nicht nur bewahrt, sondern auch in einen Bezug zur Gegenwart gesetzt werden können.
Das Theatertreffen der Jugend bietet dafür eine Plattform: Neben den Aufführungen stehen Austausch und Reflexion im Mittelpunkt. Die Begegnungen mit Fachleuten und anderen Gruppen sollen den jungen Darstellenden neue Impulse für ihre künstlerische Arbeit geben.
Für den Piccolo Jugendklub bedeutet die Einladung nach Berlin somit nicht nur eine Auszeichnung, sondern auch die Möglichkeit, die eigene Arbeit einem breiten Publikum zu präsentieren und weiterzuentwickeln.
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