Die Handballer des LHC Cottbus haben heute Nachmittag in der Regionalliga Ostsee-Spree eine knappe Auswärtsniederlage kassiert und den Anschluss an Platz 1 verloren. Bei den Mecklenburger Stieren Schwerin unterlagen sie mit 28:29 – der Siegtreffer fiel in der letzten Sekunde, nachdem Trainer Bennett Speed den Torwart für einen siebten Feldspieler vom Feld genommen hatte.
Schwerin erzielt Siegtreffer ins leere Tor
Das Spiel in Schwerin bot Drama bis zur letzten Sekunde. Elf Sekunden vor dem Abpfiff stand es 28:28 – Ballbesitz beim LHC Cottbus. Trainer Bennett Speed nahm eine Auszeit und entschied sich für einen riskanten Schachzug: Er ersetzte den Torwart durch einen weiteren Feldspieler, um mit sieben Angreifern zu spielen. Der Plan misslang – die Cottbuser verloren den Ball, Schwerin traf ins leere Tor und siegte mit 29:28. Speed bezeichnete den Ausgang als „brutal“.
Begegnungen zwischen Cottbus und Schwerin sorgen regelmäßig für Spannung. Schon im Hinspiel dieser Saison entschied sich die Partie erst Sekunden vor dem Ende: Damals rettete Nicola Kuhlmey drei Sekunden vor dem Abpfiff einen Punkt für den LHC.
LHC Cottbus dominiert erste Halbzeit
Dabei hatte der LHC die Partie zunächst klar im Griff. Zur Pause lagen die Cottbuser mit 17:14 vorne und deuteten damit auf einen möglichen Auswärtserfolg hin. Im zweiten Durchgang kämpften sich die Gastgeber jedoch Schritt für Schritt zurück. In der 42. Minute glich Schwerin beim Stand von 22:22 aus. Danach entwickelte sich ein enger Schlagabtausch, bei dem keine Mannschaft sich entscheidend absetzen konnte. Beim 28:28 wenige Sekunden vor dem Ende hielten die Lausitzer noch einmal alles in der Hand.
Trainer Speed erklärt sich
Trainer Bennett Speed begründete seine Entscheidung nach dem Spiel. „Wir wollten die zwei Punkte holen, weil uns nur ein Sieg im Aufstiegskampf hilft. Deshalb habe ich mich am Ende dafür entschieden, den Angriff mit sieben Feldspielern zu spielen.“ Nun liegt der LHC Cottbus bei einem Spiel weniger acht Punkte hinter GW Werder. Es sind noch sieben Partien in der Saison zu spielen. Der Aufstiegstraum dürfte damit so gut wie abgehakt sein.
Zum Spielverlauf insgesamt äußerte sich Speed ebenfalls: „Es war auf beiden Seiten ein sehr kämpferisches Spiel. Wir hatten heute sehr oft kein Glück. Gegen Ende machen wir leider eins, zwei Fehlwürfe zu viel. Sonst hätten wir uns schon entscheidend absetzen können.“
Kuhlmey trifft sieben Mal
Erfolgreichster Werfer beim LHC Cottbus war Nicola Kuhlmey mit sieben Toren, darunter beide verwandelten Siebenmeter. Kuno Schauer steuerte sechs Treffer bei, Lukasz Orlich erzielte fünf Tore. Für die Mecklenburger Stiere war Malte Runge mit sechs Treffern am gefährlichsten, Justin Noel Wolf und Niklas Kortstegge kamen jeweils auf fünf Tore. Der LHC kassierte fünf Zeitstrafen, Schwerin vier.
LHC-Frauen kämpfen sich ins Pokalfinale
Gemischte Nachrichten gab es am Sonntag auch von den Frauen des LHC. Sie kämpften sich durch den Pokalbetrieb bis ins Finale. Dort unterlagen sie jedoch der höherklassigen Mannschaft aus Rangsdorf. ->> Weiterlesen
Zwei Heimspiele im März für den LHC
Nach dem bitteren Auswärtsauftritt richten die Cottbuser Handballer den Blick nach vorne. In der Lausitz-Arena stehen zwei Heimspiele an. Am Samstag, 21. März, empfängt der LHC den Ludwigsfelder HC. Eine Woche später, am 28. März, gastiert Liga-Primus GW Werder in Cottbus. Für beide Spiele läuft der Kartenvorverkauf bereits. Alle Informationen sollen unter www.lhc-cottbus.com zu finden sein.
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