Das Cottbuser Uniklinikum startet gemeinsam mit dem Kompetenznetz Vorhofflimmern e. V. die „LAOLA-Cottbus-Studie“, in der Herzreaktionen von Fußballfans bei Heimspielen des FC Energie Cottbus untersucht werden. Wie die MUL – CT mitteilte, sollen dabei Veränderungen von Herzfrequenz, Blutdruck und mögliche Herzrhythmusstörungen unter emotionaler Belastung im Stadion analysiert werden. Teilnehmende Fans ab 40 Jahren erhalten vor ausgewählten Spielen im LEAG Energie Stadion ein 24-Stunden-Langzeit-EKG, um die Herzaktivität während und nach dem Stadionbesuch auszuwerten. Die Datenerhebung ist bei mehreren Heimspielen im März und April geplant. ->> Hier für die Studie anmelden
MUL – CT startet Studie zu Herzreaktionen von Fußballfans
Jubel, Nervenkitzel und starke Emotionen gehören für viele Fans zum Stadionbesuch dazu. Die Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem (MUL – CT) möchte nun genauer untersuchen, welche Auswirkungen diese emotionalen Momente auf das Herz haben können. Mit der sogenannten LAOLACottbus-Studie („Kardiale Gesundheit bei Fußballfans“) starten Wissenschaftler eine Untersuchung zur Herzaktivität von Stadionbesuchern.
Die Studie wird in Kooperation mit dem Kompetenznetz Vorhofflimmern e. V. (AFNET) sowie einer Gruppe von Herzrhythmusexperten durchgeführt, die die Idee zu diesem Forschungsprojekt entwickelt haben. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich der Besuch eines Fußballspiels auf die Herzaktivität von Zuschauerinnen und Zuschauern auswirkt. Dabei sollen unter anderem mögliche Herzrhythmusstörungen sowie Veränderungen von Herzfrequenz und Blutdruck unter emotionaler Belastung untersucht werden.
Langzeit-EKG bei Heimspielen von Energie Cottbus
Die Datenerhebung erfolgt bei ausgewählten Heimspielen des FC Energie Cottbus im Stadion der Freundschaft, dem heutigen LEAG Energie Stadion. Teilnehmende Fußballfans im Alter von über 40 Jahren erhalten vor dem Spiel ein Langzeit-EKG, das über einen Zeitraum von 24 Stunden getragen wird. Dadurch können Veränderungen der Herzaktivität während und nach dem Stadionbesuch ausgewertet werden.
Die Studie wird am Standort Cottbus von Prof. Dr. Dirk Große Meininghaus geleitet und ist als Pilotprojekt angelegt. „Fußball ist für viele Menschen mit starken Emotionen verbunden. Wir möchten besser verstehen, wie sich diese Belastung auf das Herz auswirkt und welche Auswirkungen Gesundheitsinformationen auf das individuelle Gesundheitsverhalten haben – insbesondere bei Menschen über 40 Jahren“, erklärte Prof. Große Meininghaus laut Mitteilung.
Mehrere Heimspiele für Teilnahme vorgesehen
Interessierte Fans können an mehreren Heimspielen des FC Energie Cottbus teilnehmen. Vorgesehen sind der 30. Spieltag am Samstag, 21. März 2026 gegen den SSV Ulm (14:00 Uhr), der 32. Spieltag am Dienstag, 7. April 2026 gegen 1860 München (19:00 Uhr) sowie der 34. Spieltag am Sonntag, 19. April 2026 gegen Rot-Weiß Essen (13:30 Uhr).
Zusätzlich zu den Messungen erhalten die Teilnehmenden Zugang zu einem appbasierten Gesundheitsangebot. Nach sechs, zwölf und 24 Monaten sollen zudem mögliche Veränderungen im Gesundheitsverhalten sowie gesundheitliche Ereignisse erfasst werden.
Forschung im Stadion als Teil der Modellregion Gesundheit
Mit dem Projekt möchte die Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem nach eigenen Angaben ihre Rolle als forschungsstarke Universitätsmedizin in der Modellregion Gesundheit Lausitz unterstreichen. Gleichzeitig eröffne die Studie neue Möglichkeiten, Herz-Kreislauf-Reaktionen unter realen Alltagsbedingungen zu untersuchen.
Interessierte Zuschauerinnen und Zuschauer können sich online informieren und sich für eine Teilnahme anmelden. ->> Hier für die Studie anmelden
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