Ein Jahr nach dem tödlichen Einsatz eines sächsischen Polizeibeamten in Lauchammer hat vor dem Landgericht Cottbus heute (14. Januar 2026) der Mordprozess gegen den mutmaßlichen Täter begonnen. Dem Angeklagten wird vorgeworfen, den Beamten im Januar 2025 in Lauchhammer mit einem Fahrzeug erfasst, überfahren und tödlich verletzt zu haben.
Prozessauftakt vor dem Landgericht Cottbus
Wie Blaulichtreport Lausitz von vor Ort berichtete, startete am heutigen Mittwoch vor dem Landgericht Cottbus der Strafprozess im Zusammenhang mit dem Tod des Polizeibeamten Maximilian Stoppa. Der 32-Jährige war am 7. Januar 2025 bei einem Einsatz in Lauchhammer tödlich verletzt worden. Stoppa war Angehöriger der Gemeinsamen Fahndungsgruppe der Polizeidirektion Dresden und der Bundespolizei, die insbesondere gegen grenzüberschreitende Kriminalität vorgeht.
Tödlicher Einsatz bei Fahndung nach Autodieben
Nach bisherigen Ermittlungsangaben soll der Beamte während eines Einsatzes gegen Autodiebe versucht haben, ein flüchtendes Fahrzeug mithilfe eines Nagelgürtels zum Anhalten zu bringen. Dabei soll ihn das Fahrzeug mit hoher Geschwindigkeit erfasst haben. Der Polizist erlag noch am Einsatzort seinen Verletzungen.
Laut Staatsanwaltschaft befand sich der Angeklagte in einem Wagen, in dem insgesamt drei Personen saßen. Das Fahrzeug soll als Begleitfahrzeug im Zusammenhang mit einem mutmaßlich gestohlenen Auto genutzt worden sein. Der Angeklagte ist demnach wegen bandenmäßigen Autodiebstahls bereits vorbestraft. Zudem steht ein weiterer Prozess im Zusammenhang mit hochwertigen Fahrzeugdiebstählen in Niedersachsen im Raum.
Mehrere Verhandlungstage angesetzt
Das Gericht hat zunächst neun Verhandlungstage bis Ende März angesetzt. Die Mutter des getöteten Polizeibeamten wurde als Nebenklägerin zugelassen. Maximilian Stoppa hinterließ seine Lebensgefährtin und eine kleine Tochter.

Gedenkstein für getöteten Polizisten in Lauchhammer enthüllt
Ein Jahr nach dem tödlichen Einsatz eines sächsischen Polizeibeamten ist in Lauchhammer in der vergangenen Woche ein Gedenkstein enthüllt worden, der an den getöteten Oberkommissar Maximilian Stoppa erinnert. Kolleginnen und Kollegen der Polizei hielten am 7. Januar um 11:24 Uhr eine Schweigeminute ab und legten weiße Rosen nieder. An der Gedenkveranstaltung nahmen unter anderem Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer und Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke teil. Der Gedenkstein mit der Inschrift #einervonuns wurde von einem Steinmetz aus Lauchhammer aus sächsischem Sandstein gefertigt. Stoppa war am 7. Januar 2025 im Rahmen einer länderübergreifenden Fahndung gegen Autodiebstahl bei einer Fahrzeugkontrolle von einem Auto erfasst und tödlich verletzt worden. ->> Hier weiterlesen
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Red. / Blaulichtreport Lausitz







