Die DLRG Cottbus warnt aktuell vor dem Betreten zugefrorener Seen, Teiche und weiterer Gewässer im Stadtgebiet Cottbus. Trotz anhaltender Minusgrade sind keine Eisflächen offiziell freigegeben. Beobachtungen vom vergangenen Wochenende zeigten dennoch zahlreiche Personen auf dem Eis. Die DLRG weist darauf hin, dass die Tragfähigkeit der Eisflächen nicht zuverlässig gegeben ist und akute Lebensgefahr bestehen kann.
Keine Freigabe für Eisflächen im gesamten Stadtgebiet
Die anhaltenden Minusgrade der vergangenen Tage haben dazu geführt, dass zahlreiche Seen, Teiche, Flüsse und weitere Gewässer im Stadtgebiet Cottbus sowie im Umland zugefroren sind. Die glatten Eisflächen wirkten auf viele Menschen in den letzten Tagen verlockend und laden scheinbar zu Spaziergängen oder Freizeitaktivitäten ein. Wie die DLRG Cottbus betont, ist jedoch derzeit keine einzige Eisfläche im Stadtgebiet offiziell zum Betreten freigegeben.
Gerade am vergangenen Wochenende seien dennoch viele Personen auf Eisflächen unterwegs gewesen. Betroffen waren unter anderem der Amtsteich sowie zugefrorene Badeseen in Cottbus und im näheren Umland. Nach Angaben der DLRG handelt es sich dabei um ein erhebliches Risiko, da die Tragfähigkeit des Eises trotz anhaltender Kälte nicht zuverlässig eingeschätzt werden kann.
Uneinheitliche Eisbildung birgt akute Lebensgefahr
Die DLRG weist ausdrücklich darauf hin, dass Eisflächen niemals gleichmäßig gefrieren. Temperaturunterschiede, Strömungen, Wasserbewegungen oder unterschiedliche Wassertiefen führen dazu, dass das Eis an manchen Stellen deutlich dünner ist als an anderen. Bereits geringe Belastungen können ausreichen, um das Eis einbrechen zu lassen. Ein Sturz oder ein Einbruch ins eiskalte Wasser stellt laut DLRG eine unmittelbare Gefahr für Leib und Leben dar. Ohne schnelle und professionelle Hilfe kann eine solche Situation lebensbedrohlich enden.
Besonders gefährliche Bereiche an Gewässern
Als besonders riskant gelten nach Angaben der DLRG Eisflächen in Uferbereichen, an Ein- und Ausläufen, unter Brücken sowie an Stellen mit Pflanzenbewuchs. Auch scheinbar dickes Eis kann an diesen Punkten unvermittelt brechen. Diese Gefahren sind für Laien häufig nicht erkennbar. Kinder und Jugendliche unterschätzen die Risiken laut DLRG besonders häufig. Eisflächen sollten deshalb niemals unbeaufsichtigt betreten werden. Auch spielerisches Verhalten auf dem Eis könne schnell zu schweren Unfällen führen.
DLRG rät zu konsequentem Verzicht auf Eisflächen
Grundsätzlich empfiehlt die DLRG, Eisflächen ausschließlich dann zu betreten, wenn diese ausdrücklich und offiziell freigegeben sind. Eine solche Freigabe besteht aktuell weder für den Amtsteich noch für andere Gewässer im Stadtgebiet Cottbus. Im Notfall ist unverzüglich der Notruf 112 zu wählen. Eigene Rettungsversuche durch ungeschulte Personen seien äußerst gefährlich und könnten weitere Menschen in Lebensgefahr bringen. Rettungsmaßnahmen sollten ausschließlich durch ausgebildete Einsatzkräfte erfolgen, wie die DLRG betont.
Abschließend appelliert die DLRG Cottbus an die Eigenverantwortung aller Bürgerinnen und Bürger, konsequent auf das Betreten von Eisflächen zu verzichten. Zudem sollten andere Personen, insbesondere Kinder und Jugendliche, aktiv auf die bestehenden Gefahren hingewiesen werden. Nur durch umsichtiges Verhalten lassen sich schwere Unfälle vermeiden, heißt es in der Mitteilung.
Weitere Informationen und Eisregeln:
- Kindgerechte Eisregeln:
https://bez-cottbus.dlrg.de/informieren/freizeit-im-und-am-wasser/eisregeln/ - Eisregeln als Piktogramme:
https://www.dlrg.de/informieren/freizeit-im-wasser/eisregeln-alle-wichtigen-
sicherheitstipps/eisregeln/ - Eisregeln in vielen Sprachen:
https://www.dlrg.de/informieren/freizeit-im-wasser/eisregeln-alle-wichtigen-
sicherheitstipps/eisregeln-in-vielen-sprachen/
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