Der Cottbuser Künstler Günther Rechn ist an den Folgen eines schweren Verkehrsunfalls verstorben. Das wurde am 4. Januar 2026 durch sein nahes Umfeld auf Nachfrage von Niederlausitz aktuell bekannt. Der Unfall hatte sich bereits am 17. Dezember 2025 in der Juri-Gagarin-Straße ereignet. Seitdem war Rechn intensivmedizinisch behandelt worden. Auch sein Hund war in Folge des Unfalls gestorben.
Schwerer Verkehrsunfall Mitte Dezember
Der Verkehrsunfall ereignete sich am Mittwochabend, dem 17. Dezember 2025, gegen 17:00 Uhr in der Juri-Gagarin-Straße in Cottbus. Nach den damals vorliegenden Informationen überquerte ein Mann in der Nähe einer Bushaltestelle die Straße und wurde dabei von einem Auto erfasst. Der Verletzte wurde zunächst vor Ort medizinisch versorgt und anschließend mit einem Intensivtransporthubschrauber in eine Klinik geflogen.
Wenig später bestätigte der Sohn des Verunglückten in einem öffentlichen Facebook-Beitrag, dass es sich bei dem schwer verletzten Mann um den bekannten Cottbuser Künstler Günther Rechn handelte. In dem Posting schilderte er, dass sein Vater bei einem Spaziergang mit dem Hund die Straße überquert habe, als es zu dem Zusammenstoß mit dem Auto kam. Dabei habe Rechn schwerste Verletzungen erlitten. Der Künstler sei anschließend intensivmedizinisch versorgt worden und habe mehrere Tage um sein Leben gekämpft. Der Hund habe den Unfall nicht überlebt.
Am 4. Januar 2026 bestätigte sein nahes Umfeld gegenüber Niederlausitz aktuell dass Günther Rechn am Abend zuvor (3.1.2026) seinen schweren Verletzungen erlegen ist. Weitere Angaben zu den genauen Umständen des Todes oder zum Stand der Ermittlungen lagen zunächst nicht vor.
Sein Leben
Günther Rechn (* 14. März 1944 in Litzmannstadt, † 3. Januar 2026) war ein deutscher Maler und Grafiker.
Günther Rechn studierte von 1966 bis 1971 Gobelinwirkerei und Malerei an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle an der Saale. Seine akademischen Lehrer waren unter anderem Lothar Zitzmann, Hannes H. Wagner und Willi Sitte. Nach einer einjährigen Aspirantur war er von 1972 bis 1977 als Assistent für Naturstudium und Aktzeichnen an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein tätig. Ab 1977 arbeitete er freischaffend in der Niederlausitz als Maler und Grafiker. In den 1980er Jahren war Günther Rechn als Vorsitzender des Verbandes Bildender Künstler (VBK) des Bezirkes Cottbus tätig. 1980 reiste er als Abgesandter des VBK mit Falko Behrendt, Edmund Bechtle, Uwe Bullmann und Christian Heinze durch palästinensische Gebiete, wobei sie auch Yasser Arafat trafen. Rechn hatte in der DDR und im Ausland eine bedeutende Zahl von Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen, u. a. von 1977 bis 1988 an der VIII. bis X. Kunstausstellung der DDR in Dresden.
Nach der Wende und dem Zusammenbruch der Strukturen des östlichen Kunstbetriebes arbeitete Rechn zunächst als Bühnenmaler am Staatstheater Cottbus und als Restaurator in Niederbayern. Von 1993 bis 1994 gab er als erster Stadtzeichner einen künstlerischen Blick auf die Nachwendestadt Cottbus. Seit 1994 lebte und arbeitete Günther Rechn in Limberg und in Grosseto. Seit 1989 war er mit Ausstellungen in Deutschland, Frankreich, Italien, Polen und Tschechien mit seinen Werken zu sehen. Günther Rechn war verheiratet und hat zwei Kinder. Der Schauspieler und Regisseur Urs Rechn ist sein Sohn.
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