Mit Hilfe des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) werden künftig in der Bauernkäserei Wolters GmbH im uckermärkischen Bandelow neue Verfahren und Milcherzeugnisse entwickelt, die insbesondere die Altersgruppe der Milchmuffel, also die 14- bis 30-Jährigen ansprechen sollen. Gefördert wird die Anschaffung neuer Technik der Nanofiltration, die Homogenisierung und Abfüllung sowie die wissenschaftliche Begleitung des Projekts.
Milchbauern sind derzeit oft in den Schlagzeilen. Sie kämpfen gegen den Milchpreisverfall. Die Milchviehbetrieb Wolters GmbH produziert täglich bis zu 12.000 Liter Milch. Von immerhin einem Viertel dieser täglich anfallenden Milchmenge kann derzeit im benachbarten Unternehmen, der Bauernkäserei Wolters GmbH, eine höhere Wertschöpfung erzielt werden.
Damit sollen Milch und die bei der Käserei anfallende Molke mit Frucht- und Gemüsesäften sowie Gewürzen so kombiniert werden, dass besonders junge Leute angesprochen werden. Außerdem sollen Proteinbausteine aus der Molke nanofiltriert werden, um sie als Konzentrate für neue Käse- und Sauermilcherzeugnisse oder als Zusätze für Apfelmus, Kartoffelpüree oder das begehrte Bauernhofeis zu nutzen.
Die Entwicklung neuer Verfahren und Nahrungsmittel ist bekanntermaßen sehr aufwändig und bedarf neben der Anschaffung neu entwickelter technischer Anlagen vieler Test- und Prüfverfahren. Deshalb hat sich die Bauernkäserei Wissenschaftler vom UFI-TEC Institut für Membrantechnologie aus Oranienburg herangeholt.
Insgesamt werden dafür etwa 330.000 Euro aufgewandt. Davon stammen etwa 159.000 Euro aus dem ELER. Etwa 53.000 Euro gibt das Land dazu.
Angestrebt wird, dass dadurch doppelt so viel Milch in Bandelow selbst verarbeitet werden kann und man dank eigener Wertschöpfung unabhängiger wird vom niedrigen und obendrein stark schwankenden Milchpreis.
Das Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Verbraucherschutz unterstützt auf der Grundlage einer Richtlinie diese Kooperationsprojekte zwischen Landwirten, Ernährungsgewerbe und Wissenschaftlern.
Quelle: Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Verbraucherschutz
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