Minister Gerber will mit neuer Förderung dem Fachkräftemangel entgegenwirken
Potsdam. Brandenburg will Handwerksmeister, die ein eigenes Unternehmen gründen oder eine bestehende Firma übernehmen, finanziell unterstützen. Der Zuschuss aus dem Wirtschaftsministerium soll dazu beitragen, den Unternehmensbestand im Handwerk zu sichern.
Wirtschaftsminister Albrecht Gerber: „Im brandenburgischen Handwerk mit seinen mehr als 40.000 Betrieben steigt die Zahl anstehender Unternehmensnachfolgen – allein in den nächsten fünf Jahren stehen in Brandenburg 6.000 Übergaben an. Doch für immer mehr leistungsfähige Unternehmen wird kein Nachfolger gefunden – eine Entwicklung, die bundesweit zu verzeichnen ist. Mit der Meistergründungsprämie wollen wir in Brandenburg gegensteuern. Gerade für ein Flächenland wie die Mark, in dem sich die demografische Entwicklung stark auswirkt, hat die Unternehmensnachfolge eine große Bedeutung. Dies gilt umso mehr für Meisterbetriebe, in denen überwiegend die Ausbildung stattfindet. Diese Betriebe binden nicht nur Fachkräfte, sie wirken vor Ort auch dem zunehmenden Fachkräftemangel in allen Teilen des Landes entgegen und erhalten damit Wirtschaftskraft. Zudem entstehen durch Neugründungen qualifizierter und motivierter Handwerksmeisterinnen und Handwerksmeister neue Arbeits- und Ausbildungsplätze.“
Gegenwärtig gibt es einen Meistergründungszuschuss in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Berlin. In Anlehnung an das Berliner Modell ist vorgesehen, dass Handwerksmeister, die innerhalb von drei Jahren nach Ablegen der Meisterprüfung einen Betrieb gründen oder übernehmen, eine Basisförderung von einmalig 8.700 Euro erhalten können. Schafft ein Handwerksmeister neue Arbeits- und Ausbildungsplätze, kann er – frühestens drei Jahre nach der Existenzgründung – zusätzlich mit 3.300 Euro gefördert werden.
Die Meistergründungsprämie soll im dritten Quartal 2015 starten.
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Quelle: Ministerium für Wirtschaft und Energie




