Baaske bedauert, dass an einigen Schulen manche Fächer zum Halbjahr nicht benotet werden können
In der heutigen Landtagsdebatte zu Schulzentren wies Bildungsminister Günter Baaske darauf hin, dass sie möglicherweise hilfreich sein könnten, um Stundenausfälle zu vermeiden. Baaske: „Ein großer Campus mit verschiedenen Schulen hat mehr Lehrkräfte zur Verfügung. Dann kann es schulorganisatorisch besser gelingen, kurzfristig Ersatzunterricht zu geben.“
Dies könne aber kein Allheilmittel sein. Baaske: „Entscheidend ist, dass die Ursachen der Langzeiterkrankungen von Lehrkräften erkannt werden und soweit in der Schule beeinflussbar gemindert beziehungsweise abgestellt werden. Dazu wird derzeit mit der Schulaufsicht an weiteren Maßnahmen gearbeitet.“
Als sehr vorteilhaft habe sich das 10-Millionen-Euro Vertretungsbudget erwiesen, womit die Regionalstellen des Landesschulamtes und die Schulen relativ schnell befristete Einstellungen vornehmen können. Baaske: „Das Problem dabei: Das Geld ist da, aber oft fehlen uns trotz intensivster Bemühungen die fachspezifischen Lehrkräfte oder Seiteneinsteiger dafür“. Deshalb bemüht sich das Bildungsministerium derzeit auch darum, Musiklehrer, die an freien oder staatlichen Musikschulen arbeiten, für den zumindest zeitweisen Schuldienst zu gewinnen.
Musik ist eines der Fächer, für das es in einigen Fällen in den Halbjahreszeug-nissen keine Noten gibt, da der Unterricht nicht ausreichend durchgeführt werden konnte. Dies gilt auch für die Fächer WAT (Wirtschaft, Arbeit, Technik), NW (Naturwissenschaften), LER, Kunst, Sport, Physik, Informatik, Religion, Geschichte und Biologie.
Baaske: „Die zuständigen Stellen haben sich intensiv bemüht, bei Ausfall von Lehrkräften Ersatz zu organisieren. Das ist leider nicht immer gelungen. Ich bedaure sehr, dass es damit auf einigen Halbjahreszeugnissen für manche Fächer keine Noten geben wird. Da der jeweilige Unterricht jedoch nachgearbeitet wird, werden auf den Jahreszeugnissen Endnoten stehen.“
Die Regionalstellen des Landesschulamtes haben versichert, dass dies durch den so genannten epochalen Unterricht möglich ist. Zugleich teilen sie mit, dass die meisten betroffenen Eltern über die Situation bereits informiert sind; weitere Eltern erhalten die Information in den nächsten Tagen.
Baaske: „Wir müssen uns ehrlich machen und transparent sein. Dadurch gewinnen wir Vertrauen. Entscheidend ist aber, dass wir uns tagtäglich bemühen, vor allem den langfristigen Stundenausfall zu minimieren.“
Newsletter
Die Lausitz am Abend – in zwei Minuten
Jeden Abend das Wichtigste aus der Region – und donnerstags die Veranstaltungstipps fürs Wochenende. Kostenlos und jederzeit abbestellbar.
VollzeitBewerbung bis 25.10.Entwickler (m/w/d) digitaler Lehr- und Lernangebote (Konzeption und Technik)Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem · CottbusZur Stelle →Alle 419 Stellen in Südbrandenburg →
Quelle: Ministerium für Bildung, Jugend und Sport
















