Ein Windrad auf einem Stück Braunkohle, ein Fernglas über der Heide: 99 Lausitzer haben Objekte benannt, an denen für sie die Zukunft der Region greifbar wird. Zu sehen sind die Bilder noch bis Ende September – allerdings in Potsdam.

Aus 150 Vorschlägen wurden 99 Objekte
Am Anfang stand ein Wettbewerb. 150 Menschen aus der Lausitz schlugen Gegenstände vor, an denen sich für sie ein Stück Zukunft der Region festmachen lässt. 99 davon wurden ausgewählt – beschrieben von denen, die sie vorgeschlagen hatten, und anschließend von elf Fotografinnen und Fotografen in Szene gesetzt.
Die Bildautoren sind Absolventen und Studierende der Ostkreuzschule für Fotografie: Matthias Frank, Nico Fritzenschaft, Tim Gassauer, Manu Gruber, Attila Hartwig, Nancy Jesse, Justus Lemm, Yvonne Most, Valentina Troendle, Theresa Wißmann und Heike Zappe.
Was die Lausitzer ausgesucht haben
Die Auswahl reicht vom Alltäglichen bis zum Sinnbildlichen. Kulturministerin Manja Schüle zählt auf: „einen Kachelofen, eine Bushaltestelle, ein Windrad auf einem Stück Braunkohle, eine Murmel, ein Flugzeug-Modell – aber auch Flößer, Gärtnerinnen, Wissenschaftler, Kinder, Sucher“.

Gerade das Windrad auf der Braunkohle bringt den Strukturwandel auf ein einziges Bild: Das eine steckt buchstäblich im anderen.
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Ein Buch, entstanden mit der BTU
Hinter der Ausstellung steht ein Buch. „99 Zukunftsobjekte aus der Lausitz“ ist im Ch. Links Verlag erschienen, herausgegeben von Dr. Johannes Staemmler mit Unterstützung des Fördervereins der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg.
Die Ausstellung zeigt eine Auswahl daraus – als, wie es im Begleittext heißt, „Kaleidoskop gegenwärtiger Blicke auf die Region und aus einer Region im Wandel“.

Die Lausitz hängt in Potsdam
Und damit zum Haken: Zu sehen sind die Bilder im Kulturministerium in Potsdam, nicht in der Lausitz. Schüle dreht das in ihrem Statement ins Positive: „Wer Einblicke bekommen will, wie der Strukturwandel in der Lausitz aussieht, muss ausnahmsweise nicht in den Süden unseres Landes fahren.“
Für Besucher aus Potsdam mag das stimmen. Wer in Cottbus, Senftenberg oder Forst wohnt, fährt für Bilder aus der eigenen Region rund zwei Stunden – dorthin, wo die Objekte nicht stehen.
Die Ministerin wirbt trotzdem: „Wer wissen will, wie Zuversicht, Zupacken und Zukunft im Osten aussehen, ist herzlich willkommen in unserem Ministerium.“
Die Ausstellung im Überblick
Was
„Zum Greifen nah. 99 Zukunftsobjekte aus der Lausitz“
Wo
Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Dortustraße 36, 14467 Potsdam
Wann
verlängert bis 28. September 2026, montags bis freitags von 8:00 bis 17:00 Uhr
Eintritt
frei
Ob die Ausstellung nach dem 28. September auch in der Lausitz gezeigt wird, ist offen. Das Ministerium verweist dafür auf die Organisatorin Heike Zappe, die selbst zu den elf Fotografen gehört.
Fotos: © Tim Gassauer und Theresa Wißmann / Ausstellung „Zum Greifen nah“
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Red. / Presseinformation







