Mehr als jeder dritte Jugendliche in Berlin und Brandenburg fühlt sich durch Schulstress stark beeinträchtigt. Bei Mädchen ist der Anteil fast doppelt so hoch wie bei Jungen.

35 Prozent fühlen sich stark belastet
Die Zahlen stammen aus der Sinus-Jugendstudie, auf die die BARMER Berlin/Brandenburg hinweist. Danach fühlen sich 35 Prozent der 14- bis 17-Jährigen in der Region durch Schulstress stark beeinträchtigt. Bundesweit sind es 33 Prozent.
Damit steht Schulstress bei den Belastungen klar an erster Stelle. Es folgen Stress in der Familie mit 20 Prozent und Einsamkeit mit 17 Prozent.
Mädchen deutlich stärker betroffen
Der auffälligste Befund betrifft den Unterschied zwischen den Geschlechtern: Bundesweit berichten 42 Prozent der Mädchen von starker Beeinträchtigung durch Schulstress, aber nur 25 Prozent der Jungen.
Und das bleibt nicht auf die Schule beschränkt: In allen anderen abgefragten Kategorien sind Mädchen ebenfalls deutlich häufiger stark belastet.
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Bildung macht einen Unterschied
Ein zweiter Zusammenhang zieht sich durch die Studie: Jugendliche mit formal niedrigerem Bildungsgrad berichten bundesweit über alle abgefragten Belastungsbereiche hinweg häufiger von starken Beeinträchtigungen.
Wer ohnehin schwierigere Startbedingungen hat, trägt also zusätzlich die größere Last – ein Befund, der über die Schule hinausweist.
Was die Krankenkasse daraus folgert
BARMER-Landesgeschäftsführerin Leyh mahnt Konsequenzen an: Wenn junge Menschen dauerhaft unter Druck stünden, dürfe das nicht folgenlos bleiben.
Für die Region ist das kein akademisches Thema. In einer alternden Gesellschaft mit dünner werdender Schullandschaft entscheidet sich an solchen Zahlen, wie viele junge Menschen den Abschluss schaffen – und wie viele hierbleiben.
Titelbild: Symbolfoto © tho-ge/Pixabay
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Red. / Presseinformation








