Bei der LEAG hat zum Jahreswechsel ein altersbedingter Generationswechsel in mehreren Kraftwerken sowie in den Lausitzer Tagebauen stattgefunden. Neue Leiter haben die Verantwortung für Anlagen und Mitarbeiter übernommen. Ziel ist es, den geordneten Auslaufbetrieb bis zum gesetzlich festgelegten Kohleausstieg im Jahr 2038 sicherzustellen.
Generationswechsel in Kraftwerken und Tagebauen der LEAG
Wie die LEAG mitteilt, wurden zum Jahreswechsel in drei der vier Kraftwerke des Unternehmens in der Lausitz und in Mitteldeutschland sowie in den Lausitzer Tagebauen neue Leiter eingesetzt. Der Wechsel erfolgt im Rahmen eines regulären, altersbedingten Generationswechsels. Damit soll die Führung der Anlagen und Belegschaften bis zum Ende der Braunkohlenverstromung gewährleistet werden.
Die personellen Veränderungen betreffen die Kraftwerke Jänschwalde, Schwarze Pumpe und Lippendorf sowie perspektivisch die aktiven Lausitzer Tagebaue Nochten/Reichwalde und Welzow-Süd.
Neue Leitungen in den Kraftwerken Jänschwalde, Schwarze Pumpe und Lippendorf
Am 1. Januar hat Robert Brandt die Leitung des Kraftwerks Jänschwalde übernommen. Der 35-jährige diplomierte Elektro-Ingenieur bringt nahezu 20 Jahre Standorterfahrung mit. Seine berufliche Laufbahn führte ihn von der Ausbildung über den Schichtdienst bis in Führungspositionen in der Instandhaltung. Brandt folgt auf Andreas Thiem, der nach mehr als 15 Jahren als Kraftwerksleiter in den regulären Ruhestand gewechselt ist.

Im Kraftwerk Schwarze Pumpe hat Gunnar Langner die Leitung übernommen. Der 48-jährige Maschinenbauingenieur ist seit 2004 am Standort tätig und entwickelte sich über verschiedene Positionen zum Leiter Betrieb. Langner folgt auf Oliver Stenzel, der künftig bei der LEAG die Gesamtverantwortung für die Kraftwerksstrategie übernimmt.

Im Kraftwerk Lippendorf wurde Frank Pönicke nach anderthalb Jahren kommissarischer Leitung zum Kraftwerksleiter berufen. Der 43-jährige Ingenieur für Elektrotechnik verfügt über 23 Jahre Erfahrung am Standort südlich von Leipzig und war zuletzt als Leiter Anlagenbetrieb tätig. Er folgt auf Christian Rosin, der im Jahr 2025 zur Mitnetz Gas GmbH gewechselt war.

Tagebaue Nochten/Reichwalde & Welzow-Süd aus einer Hand geführt
Seit 2026 werden die noch aktiven Lausitzer Tagebaue Nochten/Reichwalde und Welzow-Süd aus einer Hand geführt. Die Verantwortung übernimmt Matthias Gellrich. Der 39-jährige Diplom-Ingenieur für Bergbau ist seit 2011 im Tagebau Welzow-Süd tätig und wurde 2022 zum Leiter des Tagebaus Nochten/Reichwalde berufen.

Gellrich folgt auf Andreas Redlich, der sich nach 44 Jahren im Lausitzer Bergbau, davon 14 Jahre als Leiter des Tagebaus Welzow-Süd, in den Ruhestand verabschiedet. Nach Angaben der LEAG bringt Gellrich umfassende Kenntnisse beider Tagebaustandorte sowie Erfahrung in der Betriebs- und Mitarbeiterführung mit.
Laufzeiten der Anlagen folgen gesetzlichem Kohleausstieg
Die LEAG verweist darauf, dass die Laufzeiten der Braunkohlenkraftwerke dem gesetzlich vorgegebenen Fahrplan zum Kohleausstieg in Deutschland folgen. Demnach wird das Kraftwerk Jänschwalde Ende 2028 vollständig stillgelegt. Das Kraftwerk Lippendorf soll im Jahr 2035 folgen. In den Kraftwerken Schwarze Pumpe und Boxberg gehen die letzten verbliebenen Kraftwerksblöcke Ende 2038 vom Netz.
Die Laufzeiten der Lausitzer Tagebaue orientieren sich am Kohlebedarf der Kraftwerke. Der Tagebau Welzow-Süd erreicht Anfang der 2030er Jahre sein Förderende. Die Tagebaue Nochten/Reichwalde werden zur Versorgung der Kraftwerksblöcke in Schwarze Pumpe und Boxberg bis zum geplanten Ende der Braunkohlenverstromung im Jahr 2038 betrieben.
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