Während des Sommerfestes von Staatskanzlei und Wirtschaftsforum Brandenburg protestieren heute Brandenburger Bürger gegen die Braunkohlepolitik des Landes. Vor dem Veranstaltungsort Krongut Bornstedt in Potsdam projizieren sie Bilder aus bedrohten Lausitzer Dörfern an eine Fassade. Unter den Porträts von Bewohnern bedrohter Orte erscheinen die Worte „Ihr feiert und wir bangen um unsere Heimat. Tagebau ist Zukunftsklau – Energiewende jetzt!“
„In diesem Jahr soll die Energiestrategie des Landes überarbeitet werden. Dabei muß die sinnlose Zerstörung von Dörfern und Landschaften rechtzeitig beendet werden. Die Gäste des Sommerfestes sollten wissen, dass die Landesregierung erst noch ihre Hausaufgaben machen muß, um ein zukunftsfähiges Brandenburg zu gestalten. Noch immer gibt es zu viel Beeinflussung der Potsdamer Politik durch den Energiekonzern Vattenfall.“ sagt René Schuster vom Umweltverband GRÜNE LIGA.
Die Landesvertretung Brandenburgs beim Bund und des WirtschaftsForums Brandenburg erwartet heute rund 3.500 Gäste zum Sommerfest im Krongut Bornstedt. Da der Energiekonzerns Vattenfall im Wirtschaftsforum einen der Vizepräsidenten stellt, liegt die Vermutung nahe, dass er auch einen Teil des Festes für die Potsdamer Politiker finanziert.
Die Landesregierung unter Matthias Platzeck setzt sich seit dem Jahr 2007 für die Abbaggerung von Grabko, Kerkwitz und Atterwasch durch neue Braunkohletagebaue ein. Damit bricht die Landesregierung ihr eigenes Versprechen, Horno sei das letzte umzusiedelnde Dorf in Brandenburg. Insgesamt will Vattenfall in der Lausitz 3200 Menschen für fünf neue Tagebaue umsiedeln.
Quelle: GRÜNE LIGA Umweltgruppe Cottbus






