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Nachbarn Montag, 03 Oktober 2011 von Frank Gutschmidt

Braunkohle um jeden Preis - Sollte Leipzig weggebaggert werden ?

Braunkohle um jeden Preis - Sollte Leipzig weggebaggert werden ?

Über eine Milliarde Tonnen Braunkohle liegen unter dem Stadtgebiet Leipzigs. Ein Schatz, an den die DDR unbedingt kommen wollte - und musste.
Wollte sie deshalb die Stadt zu großen Teilen abbaggern? Was steckt hinter dem Gerücht, das sich bis heute hält?
Schon um 1900 wurde südlich von Leipzig der erste Tagebau begonnen. Ab 1920 gab es einen Sperrplan für Flächen die nicht bebaut werden durften.
Bereits nach dem Krieg wurden mehrere Tagebaue geplant, die von Norden wie Süden bis nach Leipzig hinein reichen sollten.
Einige Vororte der Stadt mussten bereits weichen. Mit dem Bau der Erdölleitung „Drushba“ in den 60iger Jahren schien die Zeit der Braunkohle allerdings vorbei und die Lage Leipzigs entspannte sich merklich. Doch mit der Ölkrise 1973 änderte sich alles. Von nun an wurde die Kohle wieder zum wichtigsten Energieträger. Die DDR- Wirtschaft benötigte sie überall, heizte mit Briketts, gewann aus ihr Leicht- und Schweröl für Benzin und Diesel sowie Gase.
Die Luft um Leipzig wurde zur schlechtesten in ganz Europa. Die Abraumbagger standen schon vor den „Toren“ der Stadt, als die Ereignisse des Herbstes 89 wiederum alles veränderten. Heute werden die Tagebaulöcher geflutet und das gewaltige Neuseenland entsteht. Ein neuer Schatz, der mit dem Bergbau der Vergangenheit versöhnt ?
DVD, Laufzeit: 53 min, Preis 14,95 € inkl. 19 % MwST zzgl.Versandkosten
Bild, Quelle und mehr: UAP-Film GmbH, Leipzig

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